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Extremismus - Kiel:Schleswig-Holstein: Keine Durchsuchungen zu "Combat 18"

Deutschland
Hans-Joachim Grote (CDU), Innenminister von Schleswig-Holstein spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa (Foto: dpa)

Berlin/Kiel (dpa/lno) - Schleswig-Holstein ist nach dem bundesweiten Verbot der rechtsextremen Gruppe "Combat 18" nicht von Durchsuchungen betroffen. Nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes gebe es im Zusammenhang mit "Combat 18" im Norden auch "keine aktuell handelnden Personen in dieser Szene", sagte Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Nach der Verbotsverfügung durch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatten insgesamt 210 Polizisten am frühen Morgen in sechs Bundesländern mehrere Objekte durchsucht.

Nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden richtet sich die gewaltbereite Vereinigung gegen die verfassungsmäßige Ordnung, "da sie mit dem Nationalsozialismus wesensverwandt ist". Sie zähle bundesweit 20 Mitglieder. "Das heutige Verbot ist eine klare Botschaft: Rechtsextremismus und Antisemitismus haben in unserer Gesellschaft keinen Platz", sagte Seehofer.

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