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Ermittlungen im Fall Amri:Berliner Polizei soll Akte Anis Amris manipuliert haben

Amri-Untersuchungsausschuss in NRW

Das Fahndungsfoto, mit dem nach dem Tunesier Anis Amri gesucht wurde.

(Foto: dpa)

Der Attentäter vom Breitscheidplatz hätte vor dem Anschlag verhaftet werden können. Womöglich haben Mitglieder des LKA hinterher versucht, ihr Versäumnis zu vertuschen. Nun hat der Berliner Senat Anzeige erstattet.

Von Jens Schneider, Berlin

Der Attentäter Anis Amri hätte in den Monaten vor dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz mit einem Haftbefehl festgenommen werden können. Im Herbst 2016 gab es nach Angaben des Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) aufgrund der Telefonüberwachung Amris hinreichend Gründe für einen Haftbefehl wegen bandenmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln. Dies ist den Behörden jetzt aufgrund der Recherchen eines Sonderermittlers bekannt geworden.

Offenbar wurde durch Beamte des LKA nach dem Attentat versucht, das Versäumnis durch die Umdatierung interner Unterlagen zu vertuschen. Der Innensenator hat Strafanzeige gestellt und interne Ermittlungen eingeleitet. Er wies darauf hin, dass der Anschlag durch die Festnahme hätte verhindert werden können und sprach von einer erschütternden Erkenntnis. Bei dem Attentat am 19. Dezember starben 19 Menschen.

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© SZ.de/jly
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