Gesellschaft:Der Staat zieht sich zurück

Lesezeit: 5 min

Buch Zwei: Der Staat zieht sich zurück

Nicht verbeamtete Lehrer, die sich im Sommer arbeitslos melden müssen: Nur ein Symptom des staatlichen Rückzugs.

(Foto: Claudia Klein)

Deutschland hält sich für ein zukunftsfestes Land. Doch verfallene Bahnhöfe, geschlossene Schwimmbäder und sanierungsbedürftige Schulen zeichnen ein anderes Bild. Der Staat nimmt seine Aufgaben nicht mehr wahr.

Essay von Stefan Braun, Berlin

Was man früher allenfalls in anderen Ländern für möglich und ärgerlich hielt, begegnet einem heute auch in vielen Teilen Deutschlands. Polizeidienststellen in miserablem Zustand; nicht verbeamtete Lehrer, die sich im Sommer arbeitslos melden müssen; immer mehr Zehnjährige, die nicht schwimmen lernen, weil das nahegelegene Schwimmbad längst geschlossen hat. Deutschland hält sich für ein modernes, zukunftsfestes Land. Es gibt jedoch immer mehr Anlass für Zweifel, ob dieses Selbstbild noch stimmt.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Familienküche
Essen und Trinken
»Es muss nicht alles selbstgemacht sein«
Datenschutz
Staatliche Kontrolle durch die Hintertür
Illu Wissen
Psychologie
Was einen guten Therapeuten ausmacht
Medizin
Ist doch nur psychisch
Migräne
Gesundheit
Dieser verdammte Schmerz im Kopf
Zur SZ-Startseite