Den Haag:Syrien liefert Informationen zu Chemiewaffen

Syrien hat Einzelheiten zu seinem Chemiewaffen-Arsenal an die Haager Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) gemeldet. Die Offenlegung der Bestände ist ein erster Schritt zur Vernichtung der geächteten Kampfstoffe.

Die Organisation für ein Chemiewaffenverbot (OPCW) in Den Haag hat eine "erste Erklärung" Syriens über das Giftgasarsenal des Landes erhalten. Das teilte ein Sprecher der Organisation in Den Haag mit. Die Informationen der syrischen Regierung würden nun überprüft. Der Exekutivausschuss der Organisation müsse über das weitere Vorgehen bei der Vernichtung der Chemiewaffen des Regimes von Präsident Baschar al-Assad entscheiden.

Zuvor hatte die OPCW eine zunächst für Sonntag angekündigte Beratung des Exekutivausschusses auf unbestimmte Zeit verschoben. Bei dem Treffen der 41 Ausschussmitglieder sollte über das weitere Vorgehen entschieden werden. Syrien muss der Organisation eine Übersicht über den den kompletten Bestand an Chemiewaffen und Produktionsstätten übergeben. Inspekteure der OPCW würden diese Angaben vor Ort kontrollieren und das Land dabei unterstützen, alle Waffen sowie Anlagen bis zur Vernichtung sicher zu stellen, teilte die OPCW mit. Ein genauer Zeitplan wurde aber nicht genannt.

Syrien wird am 14. Oktober offiziell der 190. Mitgliedsstaat der Organisation. Die OPCW mit Sitz in Den Haag ist für Ausführung und Kontrolle der Konvention für ein Verbot von Chemiewaffen verantwortlich.

© Süddeutsche.de/dpa/mike/sekr
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