Kandidat für Bundespräsidentenwahl:Otte lässt Amt als Chef der Werteunion ruhen

Er tritt auf Vorschlag der AfD bei der Bundespräsidentenwahl an, die CDU hat deshalb ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet. Er habe dies zur Kenntnis genommen, so Otte.

Der Chef der erzkonservativen Werteunion, Max Otte, lässt sein Spitzenamt in dem Verein ruhen. Hintergrund ist seine Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten auf Vorschlag der AfD. "Aus Respekt vor dem Amt des Bundespräsidenten und seiner Würde lasse ich mein Amt als Vorsitzender der Werteunion sowie alle anderen parteipolitischen Aktivitäten bis nach der Wahl der Bundesversammlung" am 13. Februar ruhen, erklärte Otte.

Die CDU-Spitze hatte dem 57-Jährigen am Vortag als Konsequenz aus seiner Kandidatur für die AfD mit sofortiger Wirkung seine Mitgliedsrechte entzogen. Zudem wurde ein Verfahren zum Ausschluss Ottes aus der Partei eingeleitet.

Otte würde Kandidatur unter einer Bedingung zurückziehen

Der Deutschen Presse-Agentur teilte Otte mit, er habe die Entscheidung des CDU-Vorstands zur Kenntnis genommen. Zugleich erklärte er: "Sollte die CDU noch einen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten nominieren, der sich aktiv dafür einsetzt, die Spaltung des Landes zu überwinden, ziehe ich meine Kandidatur zurück." Die CDU hat sich entschieden, keinen eigenen Kandidaten aufzustellen, sondern bei der Bundesversammlung Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeier zu unterstützen.

Otte erklärte, in der Zeit, in der er seine Amtsgeschäfte ruhen lasse, würden diese von den stellvertretenden Vorsitzenden der Werteunion wahrgenommen. Unmittelbar nach der Wahl des Bundespräsidenten werde der Vorstand der Werteunion über das weitere Vorgehen beraten.

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Dass Max Otte ausgeschlossen werden soll, ist ein gutes Zeichen. Man sollte aber nicht vergessen, dass die Partei viel zu lange Mitglieder am äußersten rechten Rand hat gewähren lassen.

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