BrexitBoris Johnson - Mr. Brexit ist wieder da

Er war der Favorit für das Amt des britischen Premiers - kandidierte aber nicht. Nun ernennt ihn May zum Außenminister. Boris Johnsons Werdegang in Bildern.

Boris Johnson war der führende Brexiteer. Als Großbritannien aber tatsächlich für einen Austritt aus der EU stimmte, wollte er plötzlich nicht mehr Premier werden. Nun ernennt ihn die neue Premierministerin Theresa May zum Außenminister - eine überraschende Entscheidung, denn Johnson war im Wahlkampf für das Referendum eine äußerst schrille Erscheinung.

Dabei kennt er die EU besser als viele Briten: Einen Teil seiner Kindheit hat er in Brüssel verbracht, als sein Vater in der Umweltabteilung der Europäischen Kommission arbeitete. Er besuchte die Europäische Schule und lernte Französisch. Später, 1989 kehrte er als Journalist nach Brüssel zurück, um fünf Jahre lang über das politische Geschehen für den Telegraph zu berichten. Obwohl Johnson von sich sagt, er sei Europäer, stand er an der Spitze der erfolgreichen Leave-Kampagne.

Bild: AFP 13. Juli 2016, 22:192016-07-13 22:19:50 © SZ.de/anri/dayk/mane/lalse