bedeckt München

Gouverneur Schwarzenegger tritt ab:Hasta la vista, Arnie!

Muskeln, Movies - und dann die Macht: Arnold Schwarzenegger ist nach sieben Jahren als Gouverneur von Kalifornien aus seinem Amt geschieden. Stationen einer einzigartigen Karriere.

Bildern.

30 Bilder

Arnold Schwarzenegger

Quelle: AP

1 / 30

Muskeln, Movies - und dann die Macht: Arnold Schwarzenegger ist nach sieben Jahren als Gouverneur von Kalifornien aus seinem Amt geschieden. Stationen einer einzigartigen Karriere.

Robert Mapplethorpe Ausstellung in Buenos Aires

Quelle: dpa

2 / 30

1962-1980 Mit 15 Jahren gilt Arnold Schwarzenegger als jüngster Nachwuchsbodybuilder in der Steiermark. Sein Förderer Albert Busek holt ihn 1966 nach München, wo er mit 19 Jahren zum bis dahin jüngsten "Mister Universum" gekürt wird. In den folgenden 15 Jahren gewinnt er zahlreiche Titel, unter anderem den "Junior Mr. Europe" (1965), "Mr. World", "Mister Universum" (fünfmal) und "Mr. Olympia" (siebenmal).

Arnold Schwarzenegger und Candice Bergen, 1976

Quelle: AP

3 / 30

1976 Vorbereitung für einen glänzenden Auftritt: Arnold Schwarzenegger reibt sich die Haut mit Babyöl ein, um im New Yorker Whitney Museum als lebendes Kunstwerk aufzutreten. Die Fotografin Candice Bergen, die ihre Fotoausstellung "Articulate Muscle, The Body as Art" präsentiert, wirft noch einmal einen prüfenden Blick auf die Muskelpakete des Sportlers.

SCHWARZENEGGER Arnold Cannes 1977

Quelle: AFP

4 / 30

Mai 1977 Auf den Filmfestspielen in Cannes wird das Doku-Drama "Pumping Iron" (Regie: George Butler) präsentiert, in dem Schwarzenegger neben Lou Ferrigno in der Hauptrolle zu sehen ist. Der Film illustriert die Vorbereitung der Bodybuilder zur Wahl des Mr. Olympia und Mr. Universum von 1975. Das Werk etablierte sich rasch als Kultfilm des Bodybuildings.

Juni 1981 Schwarzenegger

Quelle: ASSOCIATED PRESS

5 / 30

Juni 1981 Schwarzenegger in Los Angeles: Seine Auszeichnung zum jüngsten Mister Universum im Jahr 1967 hatte ihm das Tor zu den USA geöffnet. Dort verdient er dann auch recht schnell seine ersten Millionen - jedoch nicht mit Muskeln oder als Schauspieler, sondern als Immobilienmakler! 1970 bekommt Schwarzenegger erstmals eine Hauptrolle in einem Film, wird aber im Abspann unter dem Pseudonym "Arnold Strong" aufgeführt. "Hercules in New York" gilt als einer der miesesten Streifen aller Zeiten. Für seinen zweiten Film "Stay Hungry", der 1976 in die Kinos kommt, erntet Schwarzenegger nicht nur gute Kritiken, sondern erhält auch den Golden Globe in der Kategorie "bester Nachwuchsschauspieler".

Arnold Schwarzenegger in "Conan, der Barbar", 1984

Quelle: DPA

6 / 30

1982 Mit dem Film "Conan der Barbar" gelingt Schwarzenegger der Durchbruch als Schauspieler. Jedenfalls an den Kinokassen. Kritiker werfen ihm oft mangelndes Talent vor. Zwischen 1983 und 2005 wird er insgesamt acht Mal für die Goldene Himbeere als schlechtester Darsteller nominiert, was ihm bei der Verleihung 2005 den wenig schmeichelhaften Titel "Worst Razzie Loser of Our First 25 Years" einbringt. Dabei hat er sich so bemüht: Für seine Film-Karriere lernt er Geige und lässt sich eine Zahnspange einsetzen, um die Zahnlücke zu schließen. Er übt alle wichtigen Schwertkampftechniken - und seine Stunts macht er sowieso alle selbst. "Es gab niemanden, der meine Figur hat", erklärte er bei einem Interview.

Maria Shriver und Arnold Schwarzenegger, 1983

Quelle: AP

7 / 30

1983 Schwarzenegger posiert mit einem Dokument, das seine neu erworbene Staatsbürgerschaft bestätigt. Neben ihm: seine spätere Ehefrau Maria Shriver aus dem demokratischen Kennedy-Clan. Durch die Heirat mit der Journalistin im April 1986 schafft der überzeugte Republikaner den Schritt in die High-Society. Die beiden werden vier Kinder haben: Katherine Eunice (*1989), Christina Maria Aurelia (*1991), Patrick Arnold (*1993) und Christopher Sargent Shriver (*1997).

A poster from actor Arnold Schwarzenegger's 1984 film 'The Terminator is shown in this undated publicity photograph

Quelle: REUTERS

8 / 30

1984 Schwarzenegger spielt den Terminator - und erschafft sich mit dem legendären Satz "I'll be back!" endgültig sein Image als Action-Held. Nicht nur der erste Teil der Filmtrilogie erweist sich als Kassenschlager, auch die beiden Fortsetzungen begeistern das Publikum. Diesmal sind auch die Kritiker voll des Lobes. Man spricht von einer "raffinierten, ideenreich umgesetzten Story" und einem "Meilenstein des Action-Genres". Der "Terminator" gewinnt den Saturn Award für den besten Science-Fiction-Film des Jahres 1984. Schwarzenegger bleibt von einer Goldenen Himbeere verschont.

Arnold Schwarzenegger in "DER CITY-HAI"

Quelle: Vox

9 / 30

1986 In dem Action-Movie "Der City-Hai" spielt Schwarzenegger einen Agenten, der sich in die Mafia einschleust und mit den Gaunern abrechnet. Im Lexikon des Internationalen Films steht darüber: "Lediglich an spektakulärer Action und dem bluttriefenden Schluss interessierte, äußerst fragwürdige Unterhaltung ohne inszenatorische und schauspielerische Qualitäten".

Danny Devito, Arnold Schwarzenegger

Quelle: AP

10 / 30

1988 Der harschen Kritik seiner Gegner begegnet Schwarzenegger mit Komödien wie "Twins" und "Junior". Über den Film "Twins", in dem Schwarzenegger den verschollenen Zwillingsbruder von Danny de Vito mimt, urteilt das Lexikon des Internationalen Films immerhin nicht mehr ganz so vernichtend: "Mit infantiler Fantasie wurde ein Hollywood-Märchen um den Gegensatz des Paares Schwarzenegger/de Vito zusammengezimmert: ein bescheidenes Lustspielvergnügen mit gelegentlich naivem Charme und einigen gelungenen Einfällen".

Arnold Schwarzenegger, 1996

Quelle: AP

11 / 30

1996 Nicht nur Rabatz: Ein nachdenklicher Arnold Schwarzenegger posiert auf diesem Archivbild vom 3. November 1996 im Hotel "Four Seasons" in Beverly Hills, US-Bundesstaat Kalifornien. Der Hollywoodstar hat keine Lust mehr auf Action-Filme und will sich jetzt intellektuelleren Dingen widmen, sagt er in einem Interview.

Arnold Schwarzenegger und George Clooney bei einem Pressetermin in Graz

Quelle: AP

12 / 30

1997 Noch immer nicht sehr intellektuell: Arnold Schwarzenegger und sein Kollege George Clooney spielen in "Batman & Robin" Seite an Seite. Im letzten Film der Batman-Reihe von Joel Schumacher waren wenigstens alle gleich schlecht: Weder Clooney als Batman noch Schwarzenegger als Mr. Freeze oder Uma Thurman als Poison Ivy konnten die Erwartungen erfüllen. Alicia Silverstone als Batgirl wurde als schlicht überflüssig empfunden. Wir fragen lieber nicht, was das Lexikon des Internationalen Films dazu gesagt hat.

FILE PHOTO OF ARNOLD SCHWARZENEGGER WITH HIS MOTHER AURELIA

Quelle: REUTERS

13 / 30

1997 Schwarzenegger mit seiner Mutter Aurelia bei der Europa-Premiere von "Batman". Im selben Jahr unterzieht sich der Schauspieler einer Herz-Operation, um einen erblich bedingten Herzklappenfehler zu beheben. Einige Journalisten behaupten daraufhin, er läge im Sterben. Schwarzenegger verklagt sie.

Arnold Schwarzenegger bei Beerdigung von Michael Kennedy, 1998

Quelle: AP

14 / 30

Januar 1998 Schwarzenegger umarmt einen Priester auf dem Begräbnis von Michael Kennedy, einem Cousin seiner Frau Maria Shriver. Michael Kennedy ist im Dezember 1997 bei einem Ski-Unfall in Aspen verunglückt. Der Neffe von John F. Kennedy fuhr mit einigen anderen Mitgliedern der Familie Ski, als er ungebremst gegen einen Baum prallte. Im Folgejahr trauerte der Clan wieder: John F. Kennedy jr., seine Frau Carolyn und deren Schwester Lauren stürzten mit dem von ihm gesteuerten Flugzeug über der Insel Martha's Vineyard ab.

SCHWARZENEGGER Aurelia Arnold Mutter Begrägnis

Quelle: AP

15 / 30

1998 Am 2. August, kurz nach ihrem 76. Geburtstag, stirbt Schwarzeneggers Mutter Aurelia in ihrem Heimatdorf Weizen. Er hat seine Mutter abgöttisch geliebt. Sein Vater Gustav, ein Gendarmeriebeamter, war für ihn und seinen Bruder in erster Linie eine Respektperson: "Schläge waren an der Tagesordnung". Schwarzenegger hatte sich mit seinem Vater überworfen und bis zu dessen frühen Tod 1972 keinen Kontakt mehr. Sein Bruder Meinhard war nur ein Jahr zuvor bei einem Autounfall ums Leben gekommen.

ARNOLD SCHWARZENEGGER  AT END OF DAYS PREMIERE PARTY

Quelle: REUTERS

16 / 30

1999 Etwas mitgenommen wirkt Schwarzenegger bei der Premiere seines Films "End of Days". Kein Wunder - die Kritiken sind wieder einmal vernichtend: "Auch Arnie darf jetzt auf Teufelsjagd gehen. Doch was in anderen Filmen wie "Echoes", "Stigmata" oder auch "The Sixth Sense" wenigstens noch der eigenen Logik folgt, ist hier ein hirnloses Aneinandererreihen dämlicher Ereignisse". Schwarzenegger erntet eine weitere Goldene Himbeere für seine Leistung als schlechtester Schauspieler.

ARNOLD SCHWARZENEGGER AND MUHAMMAD ALI

Quelle: REUTERS

17 / 30

2000 Schwarzenegger lässt gemeinsam mit Boxlegende Muhammad Ali auf einer Wohltätigkeits-Versteigerung seine Muskeln für einen guten Zweck spielen. Als Co-Moderatoren erzielten die beiden Stars im New Yorker Auktionshaus Christie´s die Rekordsumme von 1,5 Millionen Dollar. Die abgebildete Fotografie von Schwarzenegger und Ali, gespendet von Herb Ritts, wurde für 90.000 Dollar verkauft.

SCHWARZENEGGER

Quelle: AP

18 / 30

2001 Schwarzenegger präsentiert: den "Öko-Hummer"! Ausgerechnet eines der größten Autos mit dem höchsten Spritverbrauch hat der Wahl-Amerikaner in Kalifornien zu einem umweltfreundlichen H2-Gefährt umrüsten lassen: Dieses Monster-Auto fährt mit Wasserstoff. Schwarzenegger demonstriert sein Umwelt-Engagement auf seine Art, und das nicht ohne Grund: Er beabsichtigt in die Politik zu gehen. Da darf man ruhig auch dicker auftragen.

SCHWARZENEGGER "Collateral Damage"

Quelle: AP

19 / 30

2002 Noch ist Schwarzenegger aber auf der Leinwand zu sehen: Bei der Premiere von "Collateral Damage" in Berlin hält Schwarzenegger seine Cowboyboots in die Kamera. Zu diesen Schuhen hat der Österreicher ein besonderes Verhältnis: Das erste, was er als junger Mann nach seiner Ankunft in Mexiko tat, war, in einen Souvenirshop zu gehen und ein Paar Cowboystiefel zu kaufen.

Arnold Schwarzenegger Terminator 3 - Rebellion der Maschinen

Quelle: dpa

20 / 30

September 2002 Menschmaschine mit Politik-Ambitionen: Mit dem Abschluss der Dreharbeiten zu "Terminator 3 - Rebellion der Maschinen" endet auch Schwarzeneggers Filmkarriere. Er wendet sich voll und ganz der Politik zu und erklärt im August 2003 seine Absicht, für das Amt des Gouverneurs von Kalifornien zu kandidieren. Zu dieser Zeit wird er bereits scherzhaft als "Governator" bezeichnet - ein Wortspiel aus Governor und Terminator.

Republikaner Arnold Schwarzenegger

Quelle: DPA/DPAWEB

21 / 30

2003 "Ich gehe nach Sacramento und werde dort aufräumen. Ich werde als Gouverneur kandidieren", hatte der Republikaner Arnold Schwarzenegger seinen Anhängern zugerufen, als klar wurde, dass Gray Davis als Gouverneur von Kalifornien abgewählt werden sollte. Im Oktober 2003 wird er mit einer überwältigenden Mehrheit von 48 Prozent der Stimmen gewählt - trotz übler Gerüchte über sexuelle Belästigung und die NSDAP-Vergangenheit seines Vaters. Böse Zungen behaupten, Schwarzenegger hätte leichtes Spiel gehabt, weil es noch nie einen derart unbeliebten Gouverneur gegeben habe wie Gray Davis.

Schwarzenegger-Briefmarke in Österreich

Quelle: dpa/dpaweb

22 / 30

2004 Zum 57. Geburtstag des "Governators" erscheint am 30. Juli eine Sonderbriefmarke in Österreich, die reißenden Absatz findet. Doch wegen seiner unnachgiebigen Haltung zur Todesstrafe steht Schwarzenegger besonders in seiner Heimat in der öffentlichen Kritik. Nach der Hinrichtung des ehemaligen Bandenchefs und späteren Kinderbuchautors "Tookie" Williams fordern zahlreiche Stadtpolitiker, dass Arnold Schwarzenegger der Ehrenring der Stadt Graz aberkannt und das Arnold-Schwarzenegger-Stadion umbenannt wird. Schwarzenegger kommt einer Entscheidung zuvor, indem er schriftlich der Stadt Graz das Recht auf die Verwendung seines Namens entzieht, insbesondere für das Fußballstadion. In der Nacht zum 26. Dezember 2005 wird sein Name entfernt. Das Stadion, das damals zu seinem 50. Geburtstag in "Arnold Schwarzenegger Stadion" umbenannt wurde, heißt wieder "Stadion Graz-Liebenau".

Schwarzenegger und George W. Bush

Quelle: SZ

23 / 30

2004 Shakehands für die Kamera: Zu Beginn seiner politischen Karriere hielt sich Schwarzenegger gern an US-Präsident George W. Bush, den früheren Gouverneur von Texas. Ihn hatte er nach Amtsantritt auch um Rat für seine neue Gouverneursrolle in Kalifornien gefragt.

Foto: dpa

Schwarzenegger besucht US-Army

Quelle: SZ

24 / 30

2004 Auch hier schüttelt Schwarzenegger brav alle Hände, die sich ihm entgegenstrecken: Mehrere hundert Soldaten der US-Truppen bereiten sich auf ihren Einsatz im Irak vor. Mittlerweile hat Schwarzenegger erkannt, dass es für seine Karriere besser ist, zu Bush auf Distanz zu gehen - nicht nur in der Irak-Politk. Ein paar Jahre später, im Juni 2007, wird Schwarzenegger seinem Parteifreund "Klima-Ignoranz" vorwerfen. Betont grün formuliert er auch: "Ich will der Öko-Bewegung Muskeln verleihen".

schwarzenegger wirbt für gesunde ernährung

Quelle: AP

25 / 30

2005 Arnold macht sein Versprechen wahr und "räumt auf". Er beginnt mit einer Kampagne gegen Übergewicht bei Jugendlichen. Keine Cola, keine Schokoriegel soll es künftig in Schulen geben, stattdessen werden die Automaten mit Rohkost und anderen gesunden Lebensmitteln gefüllt. Er ruft Kalifornien zum "Fitness-Staat" aus.

Proteste gegen Schwarzenegger

Quelle: dpa

26 / 30

November 2005 Vor lauter Sorge um das Gewicht der Nation hat Schwarzenegger offenbar seine Reformpläne vergessen. Bei der Volksabstimmung erleidet der Gouverneur von Kalifornien eine schwere Niederlage. Die Wähler lehnen alle vier Vorhaben - längere Probezeiten für Lehrer, strengere Auflagen für Gewerkschaften, eine Neuregelung der Wahlbezirksgrenzen und Kürzungen im Haushaltsbudget - ab. Kritiker werfen ihm vor, trotz Versprechungen das Defizit im kalifornischen Haushalt nach zwei Jahren im Amt nicht gesenkt zu haben.

Schwarzenegger

Quelle: dpa

27 / 30

2006 Dicke Lippe riskiert: Nach einem Zusammenstoß auf seiner Harley mit einem Auto muss Arnolds Lippe mit 15 Stichen genäht werden. Den Mexikanern gegenüber jedoch scheint der Gouverneur nicht auf den Mund gefallen zu sein: Seine rüde Einwanderungspolitik führt dazu, dass er im Januar 2006 vom Parlament des mexikanischen Bundesstaates Baja California Sur zur unerwünschten Person erklärt wird. Die Einstellung zum Thema Einwanderung des selbst in die USA eingewanderten Schwarzenegger wird von den mexikanischen Politikern als "rassistisch" bezeichnet.

Schwarzenegger und Maria Shriver

Quelle: AFP

28 / 30

2007 Publikumswirksame Kn(a)utschzone: Der frisch vereidigte Gouverneur von Kalifornien küsste seine Frau Maria Shriver, nachdem er den Eid für seine zweite Amtszeit als Gouverneur von Kalifornien abgelegt hat. Arnold Schwarzenegger hat viel von dieser Frau gelernt. Und er hat viel erreicht: Der Steirer Bub, einstige Mr. Universum und Held zahlreicher Actionfilme, hat sich vom Muskelmann zu einem grünen Politstar gewandelt. Sollte es jemals möglich sein, dass ein Nicht-Amerikaner Präsident wird, könnte ihm auch das gelingen.

Schwarzenegger

Quelle: SZ

29 / 30

2011 Nun ist der "Governator" abgetreten - mit schlechten Noten für seine Arbeit. Anders als bei Amtsantritt versprochen, hat er keineswegs "aufgeräumt". Seinem demokratischen Nachfolger Jerry Brown hinterlässt der Republikaner ein schweres Erbe: einen Staat im Finanznotstand mit einem Haushaltsdefizit von mehr als 20 Milliarden Dollar. Das Etatloch ist damit mehr als doppelt so tief wie jenes, das Schwarzenegger selbst seinerzeit von seinem überaus unpopulären Vorgänger Gray Davis übernommen hatte.

-

Quelle: AFP

30 / 30

Von der Schauspielerei wollte sich der inzwischen 63-Jährige in seiner Amtszeit nicht trennen. Seit 2003 übernahm Schwarzenegger drei kurze Cameo-Auftritte. Zum Beispiel in dem Film "The Expendables" (Die Entbehrlichen). Regisseur war Ex-Kollege Sylvester Stallone. Der Gouverneur von Kalifornien spielte sich selbst und verquickte damit beide Leidenschaften.

Künftig wird "Arnie", als Gouverneur außer Dienst viel Zeit haben - für neue "Movies", Muskeltraining oder eine weitere Polit-Karriere. Manche Beobachter sehen Schwarzeneggers Zukunft in Washington: als Kongress-Abgeordneter oder Senator.

Texte: Violetta Simon, Ulrike Bretz und Oliver Das Gupta

© sueddeutsche.de/odg/mel

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite