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USA:Nonnen unterschlagen halbe Million Dollar, um im Casino zu zocken

Wider Image: High Stakes in Manila

Wenn nichts mehr geht: Am Ende landet Glückspiel-Geld meistens bei der Bank. Im Fall der beiden Nonnen aus Kalifornien, jedoch bei der falschen.

(Foto: REUTERS)
  • Zwei Nonnen im US-Bundesstaat Kalifornien sollen über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren etwa eine halbe Million Dollar von einer katholischen Schule unterschlagen haben.
  • Das Geld nutzten die Frauen offenbar, um in Casinos zu spielen.
  • Die Frauen haben die Taten eingeräumt, zu einer Anklage soll es aber nicht kommen.

"Denn die reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Verstrickung und in viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen versinken lassen in Verderben und Verdammnis." So steht es in der Bibel (1. Timotheus 6, Vers 9). Zwei Nonnen aus Kalifornien sind dieser Versuchung offenbar erlegen. Jahrelang zweigten sie Geld aus der Kasse ihrer katholischen Schule ab, um in Casinos ihr Glück zu versuchen. Entstandener Schaden: etwa 500 000 Dollar.

Die Nonnen hatten jahrelang für die St. James School im Großraum Los Angeles gearbeitet. Mary K. war 29 Jahre lang Schulleiterin, Lana C. war Lehrerin, 20 Jahre lang. Beide waren vor kurzem in den Ruhestand gegangen. Ihr Diebstahl sei bei einer routinemäßigen Buchprüfung entdeckt worden, sagte ein Sprecher der Erzdiözese Los Angeles dem Sender CNN. Private Rechnungen sollen teilweise über das Konto der Schule beglichen worden sein. Außerdem sollen die Frauen per Scheck bezahlte Schulgebühren auf ein von ihnen genutztes Konto umgeleitet haben.

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Über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren gingen die Nonnen offenbar immer wieder auf Reisen - und verbrachten dabei ihre Zeit mit Vorliebe in Casinos, zum Beispiel in Las Vegas.

Die Frauen sind Mitglied des Ordens "Sisters of St. Joseph of Carondelet", der den Fall in einer Stellungnahme einräumte. Darin heißt es, man sei sehr "betroffen und traurig" und werde der Schule das Geld zurückerstatten. Die Nonnen hätten den Betrug eingeräumt und kooperierten mit den Ermittlern. Michael Meyers, Pastor der St. James School, sagte der BBC, die Nonnen hätten "tiefe Reue" gezeigt und um Vergebung gebeten. Man werde den Fall nicht zur Anzeige bringen, sondern den Fall intern lösen, erklärte die Erzdiözese Los Angeles, zu der die Schule gehört.

Vielleicht kann man sich bei der Erzdiözese damit trösten, nicht als einzige in den USA von Glückspielsucht in den eigenen Reihen heimgesucht worden zu sein. Im Jahr 2013 hatte ein ähnlicher Fall für Schlagzeilen gesorgt. Im US-Bundesstaat New York hatte eine Nonne in zwei Kirchengemeinden etwa 130 000 Dollar unterschlagen. Auch sie war damit ins Casino gegangen. An Ostküste reagierte man jedoch weniger großmütig. Es kam zur Anklage, die Nonne wurde zu 90 Tagen Gefängnis verurteilt und dazu, das Geld zurückzahlen.

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