USA Michelle Obama und Missy Elliott rappen im Auto

Groovt auf dem Autositz: First Lady Michelel Obama (vorne links), zusammen mit Rapperin Missy Elliott und Showmaster James Cordon.

(Foto: Screenshot/YouTube)

Wie lässig eine Autofahrt mit einer First Lady auf dem Beifahrersitz sein kann, zeigt James Corden in seinem beliebten Format "Poolcar Karaoke".

Von Nadine Funck

Wie cool ist diese Michelle Obama eigentlich? Steigt in einem luftig-blumigen Sommerkleid in einen schwarzen Jeep ein, bittet den Fahrer, er möge doch bitte die Musik anmachen und singt schließlich lauthals zu Beyoncés "Single Ladies" mit.

Das Szenario ist kein Zufall, sondern Teil der "Late Night Show" von James Corden, der die First Lady für seine neue Folge "Poolcar Karaoke" gewinnen konnte. Und doch kann der Zuschauer des Videos kaum glauben, wie lässig es scheinbar sein kann, eine First Lady neben sich auf dem Beifahrersitz zu haben.

"Das ist das Weiße Haus, das ist der Rosengarten und das ist das Oval Office. Dort arbeitet mein Mann gerade. Zumindest hat er das vorhin behauptet", scherzt sie, kurz nachdem sie sich zu dem Comedian in das Auto gesetzt hat.

Als dann die ersten Töne von Stevie Wonders "Signed, Sealed, Delivered" ertönen, klatscht sie in die Hände, tanzt auf ihrem Sitz und kann sich kaum halten. Darüber ist Corden, der bereits Adele, Justin Bieber oder auch die Red Hot Chili Peppers bei sich im Auto hatte, dann offenbar selbst ein wenig verdutzt. "Wann hast du im Auto das letzte Mal so abgerockt", fragt er sie erstaunt.

Lange überlegen muss sie nicht. Das letzte Mal sei erst vor Kurzem gewesen, als sie mit ihrer Tochter, die gerade Autofahren gelernt habe, unterwegs gewesen sei. Auch auf die Frage, ob sie den 24-Stunden-Service vermissen wird, wenn sie nächste Jahr im Januar aus dem Weißen Haus ausziehen werden, zeigt die First Lady Humor: Siebeneinhalb Jahre sei das ja ganz schön gewesen, nun reiche es aber. Sie könne sich ihr Sandwich mit Grillkäse auch selbst zubereiten.

Während der Fahrt plaudern die beiden dann noch über Snapchat und den Secret Service. Sie singen, rappen und grooven - und plötzlich taucht wie aus dem Nichts Rapperin Missy Elliott auf der Rückbank auf. Obama und Elliott begrüßen sich mit einem High-Five und singen nur wenig später den Song "This is for my girls".

Aber auch das ist wohl kein Zufall. Nimmt Obama den Song doch als Aufhänger, um - neben all der Witzelei - auch noch ein ernsthaftes Thema ansprechen zu können: Weltweit gebe es 62 Millionen Mädchen, die nicht zur Schule gehen würde. "Unsere Welt könnte so viel besser sein, wenn alle Mädchen Zugang zu Bildung bekommen würden", sagt sie.

Am Ende der Fahrt ist Corden sichtlich erschöpft von so viel Tanzeinlagen und lautem Mitsingen. Und die First Lady? Sie entschuldigt sich und sagt: "Es tut mir leid, dass ich dir nicht mehr erzählen konnte. Das Singen kam einfach dazwischen."