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Homophobie:Jugendliche attackieren Transmann in Berlin

Plattenbauten aus DDR Zeiten zum großen Teil schon saniert im Stadtbezirk Berlin Marzahn Im Hinte

Plattenbauten im Berliner Bezirk Marzahn. Hier wurde am Samstag ein Transmann und sein Begleiter attackiert.

(Foto: imago/Hohlfeld)

Jugendliche im Bezirk Marzahn beleidigten den Mann wiederholt, schlugen seinen Begleiter nieder und traten ihm gegen den Kopf. Nun ermittelt der Staatsschutz in dem Fall.

Im Berliner Stadtteil Marzahn hat eine Gruppe unbekannter Jugendlicher am Samstag einen Transmann attackiert. Die Täter schlugen zudem einen Begleiter des Mannes zu Boden und fügten ihm Verletzungen durch Tritte gegen den Kopf zu.

Wie die Berliner Polizei am Sonntag mitteilte, war der 21-jährige Transmann zusammen mit einem 18-Jährigen und einer 15-Jährigen am Samstagnachmittag auf der Berliner Allee der Kosmonauten unterwegs. Dort trafen sie zwei männliche Jugendliche, die den Transmann zunächst verbal angriffen und homophob beleidigten.

Der Staatsschutz ermittelt

Kurz darauf belästigten die Jugendlichen, verstärkt durch zwei weitere Personen, die Dreiergruppe erneut an einer Haltestelle. Sie provozierten den Transmann, schlugen seinen 18-jährigen Begleiter nieder und traten diesem mehrfach gegen den Kopf. Als die Opfer die Polizei alarmierten, flüchteten die Täter unerkannt.

Der 18-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht, genau wie die 15-jährige Begleiterin der beiden, die unter Schock stand. Wie die Polizei erklärte, ermittelt nun der Staatsschutz in dem Fall.

Trans ist laut Antidiskriminierungsstelle des Bundes ein Oberbegriff für Menschen, die sich mit ihrer Geschlechtsidentität nicht - beziehungsweise nicht nur - mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde.

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