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Wildtiere:Seeadler, Biber und Kegelrobbe

Seeadler und Nebelkrähe zanken um die Lufthoheit

Ein Seeadler und eine Nebelkrähe zanken um die Lufthoheit.

(Foto: Patrick Pleul/dpa)

Der Seeadler

Warum war er fast weg? Durch Jagd und Umweltbelastung wurde er stark zurückgedrängt.

Warum ist er wieder da? Durch Verbot des Insektizids DDT und Schutzgebiete konnte sich die Art erholen.

Wofür brauchen wir ihn? Er ist ein imposanter Greifvogel und Wappentier.

Beziehungstyp: Lebt in Dauerehe mit seinem Partner. Männchen und Weibchen kümmern sich beide um den Nachwuchs.

Komfortzone: Küsten, Täler von Flüssen und große Seegebiete.

Größte Feinde: Umweltverschmutzer, Wilderer, Windräder. Seeadler sterben häufig an Bleivergiftung, etwa beim Fressen von angeschossenen Wildtieren.

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Biber ohne Burg am Bach.

(Foto: Heinz Hudelist/imago stock&people)

Der Biber

Warum war er weg? Er wurde von Menschen vor allem wegen seines warmen Fells und des delikaten Fleisches gejagt.

Warum ist er wieder da? Durch Auswilderung gelangte er zurück nach Deutschland, inzwischen steht er unter Artenschutz.

Wofür brauchen wir ihn? Er ist Gestalter, staut Bäche, die sich neue Wege suchen. In den Tümpel, die dabei entstehen, siedeln sich Amphibien und Libellen an.

Beziehungstyp: Das Biberpaar lebt mit seinen Jungtieren, bis sie eine eigene Familie gründen.

Komfortzone: Selbstgebaute geräumige Biberburgen am Ufer fließender oder stehender Gewässer.

Größte Feinde: Autofahrer, Angler, übellaunige Landschaftsplaner. Auch runde Fischernetze, in denen die Biber ertrinken. Oder die Bebauung der Fluss-Auen.

Kegelrobbe

Kegelrobbe an der Ostsee.

(Foto: Stefan Sauer/dpa)

Die Kegelrobbe

Warum war sie weg? Sie wurde ausgerottet, weil der Mensch keine Konkurrenz im Fischfang duldete.

Warum ist sie wieder da? Dank internationaler Schutzmaßnahmen in der Ostsee. Außerdem erfolgte eine natürliche Ausbreitung in der Nordsee.

Wofür brauchen wir sie? Weil sie einen mit ihren schönen großen Augen ansieht. Und Gemütlichkeit vorlebt.

Beziehungstyp: Polyamor. Lebt zur Paarungszeit mit vielen Artgenossen in Kolonien zusammen.

Komfortzone: Sandige Küsten mit hochwassersicheren und ruhigen Wurfplätzen.

Größte Feinde: Fischer, Urlauber, Umweltverschmutzer. Immer wieder geraten Tiere in Fischernetze. Mütter verstoßen Jungtiere, weil Spaziergänger ihnen am Strand zu nahe kommen.

© SZ vom 17.03.2018

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