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Südafrika:Oscar Pistorius muss zur Psychotherapie

Pistorius bei den Verhandlungen im Mai 2014: Der Sprinter wird vorerst nicht in den Hausarrest entlassen.

(Foto: AFP)
  • Oscar Pistorius soll sich einer Psychotherapie unterziehen. In den Hausarrest wird er vorerst nicht entlassen.
  • Bereits im August sollte Pistorius vorzeitig aus der Haft entlassen werden. Damals hatte der südafrikanische Justizminister die Entscheidung blockiert.

Oscar Pistorius soll vorerst nicht in den Hausarrest entlassen werden. Der Bewährungsausschuss - eine unabhängige Körperschaft innerhalb der südafrikanischen Gefängnisverwaltung - soll erneut prüfen, ob der "Blade-Runner" die Kriterien erfüllt. Der Ausschuss hatte den Hausarrest im August eigentlich bereits bewilligt.

Justizminister blockierte den Hausarrest

Der Sprinter und sechsfache Paralympics-Goldmedaillengewinner hatte am Valentinstag 2013 seine Freundin Reeva Steenkamp erschossen. Im Oktober 2014 war Pistorius wegen fahrlässiger Tötung zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.

Nach zehn Monaten im Gefängnis sollte er im August vorzeitig aus der Haft in einen Hausarrest entlassen werden. Damals hatte der südafrikanische Justizminister die Entscheidung überraschend blockiert.

Jetzt soll sich Pistorius offenbar einer Psychotherapie unterziehen. Das berichten unter anderem die BBC und das südafrikanische Nachrichtenportal Eyewitness News. Die Therapie, die der Bewährungsausschuss angeordnet hat, solle sich auf die Ursachen konzentrieren, die ihn zu der Tat getrieben hatten. Er hatte im Prozess angegeben, er habe sich vor einem Einbrecher gefürchtet und deshalb geschossen.

© SZ.de/tamo/afis

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