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Online-Petition:Briten wollen die Queen vor Trump schützen

Würde wahrscheinlich mit Trump zurechtkommen: Königin Elizabeth II.

(Foto: AFP)

Mit einer Online-Petition soll verhindert werden, dass der neue US-Präsident neben Premierministerin May auch Königin Elizabeth II. trifft. Mehr als eine Million Menschen haben schon unterschrieben.

Ein Staatsbesuch in Großbritannien schließt häufig einen Empfang bei Königin Elizabeth II. mit ein, inklusive Abendessen im Palast. Einen polternden Donald Trump mögen sich die Briten aber offenbar nicht beim Dinner mit ihrer Queen vorstellen. Mehr als eine Million Menschen haben eine Petition auf der offiziellen Internetseite des Parlaments unterschrieben, die den Empfang bei der Queen verhindern will.

Das Treffen solle abgesagt werden, um die Königin nicht in Verlegenheit zu bringen, heißt es in der Petition. Die Antragsteller weisen darauf hin, dass Trumps Frauenfeindlichkeit und sein schlechtes Benehmen gut dokumentiert seien.

Einladungen zu Staatsbesuchen in Großbritannien spricht zwar offiziell die Queen aus, sie werden aber von der Downing Street aus arrangiert. Im aktuellen Fall hatte Premierministerin Theresa May die Einladung der Queen überbracht, als sie am Freitag zu Besuch in den USA war. Die Petition lief zu dem Zeitpunkt bereits. Nach Trumps Erlass eines Einreisestopps für Flüchtlinge und Muslime aus mehreren muslimischen Ländern stieg die Zahl der Unterschriften erheblich.

Die Initiatoren betonen, dass Trump Großbritannien durchaus besuchen dürfe. Nur das Treffen mit der Monarchin gelte es zu verhindern. Zu den prominenten Unterstützern der Petition gehört etwa Jeremy Corbyn, der Chef der Labour-Partei. Auf Twitter rief er dazu auf, den Antrag zu unterschreiben.

Der US-Präsident wird im Laufe des Jahres auf der Insel erwartet. Es gilt als unwahrscheinlich, dass Königin Elizabeth II. ihm offiziell den Empfang verweigern wird. Als britisches Staatsoberhaupt gehört es zu ihren Aufgaben, hohe Staatsgäste willkommen zu heißen.

Und so groß die Sorge ihrer Untertanen auch ist - in den vergangenen 65 Jahren ihrer Regentschaft dürfte Ihre Majestät gelernt haben, mit ungehobelten Gästen umzugehen. Das Parlament muss sich trotzdem mit dem Thema beschäftigen. Das ist in Großbritannien bei Petitionen mit mehr als 100 000 Unterzeichnern üblich.

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