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Prozesse - Landau in der Pfalz:Mordprozess um Leiche auf Beifahrersitz begonnen

Deutschland
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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Landau (dpa/lrs) - Weil er seine Lebensgefährtin während der Fahrt im Auto mit drei Schüssen getötet haben soll, steht ein 32-jähriger Mann seit Donnerstag in Landau unter Mordverdacht vor Gericht. Der Prozess habe wie vorgesehen begonnen, sagte ein Justizsprecher in der pfälzischen Stadt. Polizisten hatten die Tote im Februar bei einer Verkehrskontrolle nahe Minfeld (Kreis Germersheim) im Wagen des Mannes gefunden. Sie starb den Angaben zufolge auf dem Beifahrersitz. Der Angeklagte sei mit der Waffe in der Hand ausgestiegen und habe diese zur Seite geworfen, hieß es. Die Beamten nahmen ihn fest.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, die Frau durch Schüsse in Oberkörper, Hals und Kopf heimtückisch getötet zu haben. Der aus dem Kosovo stammende Beschuldigte soll "in besonderer Weise eifersüchtig gewesen" sein und eine mögliche Trennung seiner 33-jährigen Partnerin und der gemeinsamen Kinder befürchtet haben. Der Mann ist demnach wegen mehrerer anderer Delikte vorbestraft. Er war mehrfach abgeschoben worden und immer wieder illegal eingereist.

Der Beschuldigte hatte die Tat bei seiner Festnahme der Staatsanwaltschaft zufolge spontan eingeräumt, später aber von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht. Für den Prozess sind acht weitere Verhandlungstage vorgesehen, ein Urteil könnte im September fallen.

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