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Prozesse - Berlin:Frau aus Mordlust erschossen: Lebenslang für Angeklagte

Berlin
Handschellen liegen auf einem Tisch. Foto: Armin Weigel/dpa (Foto: dpa)

Berlin (dpa/bb) – Nach dem Tod einer 25 Jahre alten Frau durch einen Kopfschuss hat das Berliner Landgericht gegen zwei Angeklagte lebenslange Freiheitsstrafen verhängt. Heimtückisch und aus Mordlust hätten die 30- und 40-jährigen Männer das Opfer ermordet, begründete das Gericht sein Urteil am Mittwoch. Sie hätten die arglose Freundin des jüngeren Angeklagten getötet, "um zu sehen, wie es ist, wenn jemand stirbt". Es sei eine abscheuliche Tat.

Die 25-Jährige war am späten Abend des 27. Dezember 2018 schwer verletzt in einer Toreinfahrt in Berlin-Neukölln entdeckt worden. Die gebürtige Polin starb wenig später in einem Krankenhaus. Die deutschen Angeklagten wurden Anfang Januar 2019 festgenommen. Der 30-Jährige hatte den Angaben zufolge damals erklärt, er habe "einfach mal jemanden abschießen" wollen. Beide Männer hätten sich in weiteren Vernehmungen dann gegenseitig belastet.

Das Gericht ordnete zudem die Unterbringung der Angeklagten in einer Entziehungsanstalt an. Hintergrund seien ihre Alkoholprobleme. Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidiger hatten auf Haftstrafen von elf beziehungsweise neun Jahren plädiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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