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Pferdefleisch-Skandal:Köttbullar zurück in den Regalen

Endlich wieder Köttbullar mit Preiselbeeren im Möbelhaus: Nach dem Skandal um Pferdefleisch in dem Gericht nimmt Ikea die Frikadellen wieder ins Sortiment. Der schwedische Konzern reduziert die Zahl seiner Lieferanten für Hackfleisch - und setzt auf Fleisch aus Deutschland.

Köttbullar gehören zu einem Ikea-Besuch wie Duftkerzen und Billy-Regale. Zubereitet werden sie aus fein zerkleinertem Hackfleisch, serviert meist mit Preiselbeerkompott, Rahmsoße und Kartoffeln. In Schweden und Finnland bestehen die traditionellen Köttbullar gelegentlich auch aus Elchfleisch, Pferdefleisch ist nach Rezept allerdings definitiv nicht vorgesehen - doch daran haben sich die Fleischlieferanten des Möbelhauses zuletzt nicht gehalten. Und so wurde tatsächlich Pferdehack nachgewiesen.

Ikea stoppte daraufhin Ende Februar in 25 Ländern den Verkauf der schwedischen Frikadellen Jetzt soll das Gericht langsam wieder Einzug in das Sortiment halten - mit Fleisch aus Deutschland. Ikea habe die Anzahl der Fleischlieferanten von 15 auf sieben reduziert und die Kontrollen verschärft, teilte das Unternehmen mit. Neben deutschen Zulieferern sollten später unter anderem auch Produzenten aus Irland und Österreich die schwedische Möbelkette mit Fleisch beliefern.

In Zukunft sollten zudem alle Hackfleischprodukte systematischen DNA-Tests unterzogen werden. Erstmals wird es die schwedische Spezialität einem Ikea-Sprecher zufolge wieder in Filialen in Schweden, Dänemark, Finnland und Österreich geben, in Deutschland spätestens Ende April.