bedeckt München 22°

Obdachlosigkeit:Der Sommer ist ein harter Gegner

Obdachlose im Sommer

Jetzt, Ende August, ist die schlimmste Hitze vorüber, es regnet immer häufiger. Der Baum der einem Obdachlosen eben noch Schatten spendete, hält nun den größten Regen ab.

(Foto: dpa)

Dominik Bloh lebte zehn Jahre auf der Straße und weiß: Die warme Jahreszeit ist mindestens so herausfordernd wie die kalte. Es gibt nicht nur weniger Hilfsangebote - neben dem Sommerglück Anderer wird einem die eigene Einsamkeit umso bewusster.

Eigentlich würde eine Packung Käse für eine ganze Woche reichen, wenn man sie sich gut einteilt, ein, zwei Scheiben am Tag. Als Obdachloser muss man sich oft genau ausrechnen, wann man was isst oder trinkt. Nur geht das nicht, wenn es an die 30 Grad warm ist. Der Boden kann die meiste Zeit des Jahres als Kühlschrank dienen, aber im Sommer versagt er. Was man einkauft, verdirbt bei der Hitze.

SZPlus
SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Teaser image
Nora Tschirner im Interview
"Es braucht Liebe, um sich wirklich zu engagieren"
Teaser image
Bas Kast über Ernährung
"Das Problem ist nicht das Dessert" 
Teaser image
Schule und Erziehung
Ich war Waldorfschülerin
Teaser image
Stimmung in Sachsen
"Ich habe die Nase voll von Menschenfeindlichkeit"
Teaser image
Narzissmus
"Er dressierte mich wie einen Hund"