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Notfälle - Plettenberg:Pfefferspray oder Reizgas in Schulen: Mehr als 90 Betroffene

Deutschland
Ein Blaulicht leuchtet an einem Streifenwagen. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Düsseldorf/Plettenberg (dpa/lnw) - Von versprühtem Pfefferspray oder Reizgas sind in Düsseldorf und im sauerländischen Plettenberg am Montag rund 90 Schüler und Lehrer betroffen gewesen.

Fünf Schüler einer Schule in Plettenberg kamen vorsorglich zur Untersuchung ins Krankenhaus. Insgesamt hätten 57 Schüler im Alter von 13 bis 15 Jahren am Montagmorgen über Atemwegs- und Augenreizungen geklagt, sagte ein Feuerwehrsprecher. Der Unterricht an der Realschule wurde zeitweise unterbrochen.

Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass ein 15-jähriger Schüler das Pfefferspray im Gebäude versprüht hat. Eine verdächtige Dose sei gefunden und sichergestellt worden. Die Polizei ermittelt in dem Fall wegen gefährlicher Körperverletzung.

In Düsseldorf klagten 35 Schüler und Lehrer über Augen- und Atemwegsreizungen. Ein Schulzentrum im Düsseldorfer Süden wurde evakuiert. Eine Lehrerin und ein Schüler seien vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden. Auch hier steht ein Schüler unter Verdacht, die Substanz versprüht zu haben, wie ein Polizeisprecher sagte.

Und in Ennepetal (Ennepe-Ruhr-Kreis) löste ein Zwischenfall mit einer "Abwehrspraydose" am Montag einen Großeinsatz aus. Vier Kinder seien mit dem Reizgas in Berührung gekommen, teilte die Feuerwehr mit. Gefunden hätten die Kinder das Spray in der Jackentasche einer Erzieherin. Die Kinder seien vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden, von ernsthaften Schäden gehe jedoch "niemand" aus.

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