Indien Mehr als 100 Tote bei Sandsturm

Stürme überziehen Indien, hier ein Bild aus Neu-Dehli.

(Foto: AFP)
  • In der Nacht zum Donnerstag hat es in Indien eines der folgenschwersten Unwetter der vergangenen Jahrzehnte gegeben.
  • Bei den Sandstürmen in Norden des Landes starben etwa hundert Menschen, zahlreiche wurden verletzt.
  • Indiens Regierungschef Narendra Modi sprach den Hinterbliebenen der Todesopfer sein Mitgefühl aus.

Bei starken Sandstürmen im Norden Indiens sind etwa hundert Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 65 Tote gab es im Bundesstaat Uttar Pradesh, 33 im benachbarten Rajasthan und zwei im Bundesstaat Punjab, wie die jeweiligen Katastrophenschutzbehörden am Donnerstag mitteilten. Zuvor war von mindestens 77 Toten die Rede gewesen.

Viele der Opfer starben als die Dächer ihrer Häuser einstürzten. Allein im Bezirk Agra, wo das weltberühmte Bauwerk Taj Mahal steht, kamen den Angaben zufolge Dutzende Menschen ums Leben. Ein Staubsturm war über die Region, zu der auch die Hauptstadt Neu-Delhi gehört, hinweggefegt - gefolgt von Regen, Blitzen und Donner.

Dabei waren Bäume und Telefonmasten umgestürzt und hatten Häuser sowie Menschen getroffen. In den Trümmern suchen zahlreiche Rettungskräfte weiter nach Verschütteten. Der indische Regierungschef Narendra Modi sprach den Hinterbliebenen der Todesopfer sein Mitgefühl aus. Zudem gab die Regierung Gelder für die betroffenen Familien frei.

In der Stadt Bharatpur sowie in anderen Gebieten von Rajasthan fiel wegen mehr als tausend zerstörter Strommasten die Elektrizitätsversorgung aus. Nach Angaben der Behörden könnte es mehr als zwei Tage dauern, bis die Stromversorgung wieder hergestellt ist.

Im Sommer - der in Indien inzwischen begonnen hat - kommen solche Stürme im Norden des Landes häufig vor. Das Unwetter in der Nacht zu Donnerstag zählt allerdings zu einem der folgenschwersten der vergangenen Jahrzehnte.