Nach dem Erdbeben in Japan Hochradioaktive Asche in Tokioter Kläranlage

In einem Klärwerk der japanischen Hauptstadt Tokio ist hochradioaktive Asche entdeckt worden. Sie stammt aus der Verbrennung nicht-organischer Abfälle - und wurde bereits weiterverarbeitet.

In einem Klärwerk der japanischen Hauptstadt Tokio ist Ende März hochradioaktive Asche entdeckt worden.

Prüfung auf Radioaktivität: Menschen müssen sich noch immer auf Strahlung prüfen lassen.

(Foto: dpa)

Die Asche, die eine nicht näher identifizierte Substanz mit einer Radioaktivität von 170.000 Becquerel pro Kilogramm enthielt, stammte aus der Müllverbrennungsanlage des Klärwerks im östlichen Stadtteil Koto, berichteten die Tageszeitungen Nikkei and Sankei unter Berufung auf Vertreter der Stadtverwaltung.

Demnach wurde ein Großteil der Asche, die aus der Verbrennung nicht-organischer Abfälle stammt, bereits zu Baumaterial wie Zement weiterverarbeitet. Auch in zwei anderen Kläranlagen in den Stadtteilen Ota und Itabashi sei Ende März Asche mit einer Radioaktivität von 100.000 bis 140.000 Becquerel pro Kilogramm entdeckt worden, hieß es in dem Berichten. Forscher prüften nun, ob es sich bei der Substanz um Cäsium handelt.

Bei dem schweren Erdbeben und dem anschließenden Tsunami vom 11. März war das Atomkraftwerk Fukushima 220 Kilometer nordöstlich von Tokio schwer beschädigt worden. In der Folge waren große Mengen radioaktiven Materials in die Umwelt ausgetreten.