Loveparade in Duisburg:"Mir sind keine Warnungen bekannt"

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Der Oberbürgermeister wies unterdessen die Vorwürfe, er habe warnende Stimmen ignoriert, zurück: "Mir sind keine Warnungen bekannt", sagte Sauerland der Rheinischen Post. Es gebe bei der Planung solcher Veranstaltungen immer kritische Stimmen, die man auch immer sehr ernst nehme. Aufgabe der Stadt sei es zu prüfen, ob beantragte Veranstaltungen durchgeführt werden könnten, sagte der CDU-Politiker. "Und genau das haben wir auch in diesem Fall gewissenhaft getan."

Tote bei Loveparade - Trauer

Trauer in Duisburg: Im vergangenen Jahr hatte der Polizeipräsident wegen der Sicherheitsprobleme bei der Loveparade gewarnt - keiner hörte auf ihn.

(Foto: dpa)

Loveparade-Organisator Schaller belastet Polizei

Neben dem Duisburger Oberbürgermeister steht nach der Katastrophe auch Schaller, der Organisator der Loveparade, heftig unter Beschuss. Der schiebt die Schuld an dem Unglück mittlerweile auf die Polizei ab.

Diese hat nach Schallers Angaben alle Schleusen vor dem westlichen Tunneleingang öffnen lassen. Zuvor hätten die Veranstalter zehn der 16 Schleusen geschlossen gehalten, weil bereits eine Überfüllung des Tunnels gedroht habe. Durch die Anweisung der Polizei sei dann der Hauptstrom der Besucher unkontrolliert in den Tunnel gelangt. "Für den Fall der Überfüllung sollten die Schleusen geschlossen werden", sagte Schaller.

Die Duisburger Beamten wiesen die Anschuldigungen zurück: "Wir sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht in der Lage zu sagen, was der Auslöser war für das Ganze", sagte eine Sprecherin. "Wir fänden es gut, wenn sich Herr Schaller nicht in Spekulationen verlieren würde."

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