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Kriminalität - Osnabrück:Festnahmen bei Großeinsatz gegen kriminelle Clanstrukturen

Deutschland
Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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Osnabrück (dpa/lni) - Mit einem Großeinsatz sind Ermittler am Donnerstag gegen kriminelle Clanstrukturen im Osnabrücker Land vorgegangen. Drei Beschuldigte seien festgenommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft Osnabrück mit. Es bestehe Verdunkelungsgefahr und auch mögliche Fluchtversuche wollen die Fahnder verhindern. Die drei Festgenommenen sollten noch im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden.

Bei der Razzia seit den frühen Morgenstunden durchsuchten Beamte insgesamt 21 Wohn- und Gewerbeobjekte in Ostercappeln, Peine und Osnabrück. Ziel sei die Beschlagnahme von Bargeld, Waffen sowie hochmotorisierten Luxusfahrzeugen gewesen. Hintergrund des Einsatzes ist laut Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen insgesamt vier Beschuldigte, von denen drei der sogenannten Clankriminalität zuzuordnen sind. Durch ihre Taten sollen die Beschuldigten Diebesgut in Form von Werkzeugen, Elektronikartikeln und Bargeld in Höhe von knapp 100 000 Euro erlangt haben.

"Die Vorwürfe gegen Mitglieder krimineller Clans wiegen schwer: Es geht unter anderem um erpresserischen Menschenraub, schwere räuberische Erpressung, Raub, Wohnungseinbrüche und Sozialleistungsbetrug im großen Stil", sagte Justizministerin Barbara Havliza (CDU). Der Einsatz zeige, wie sinnvoll es ist, dass spezialisierte Ermittler diese Fälle bearbeiteten.

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