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Glaube und Religion:"Was mache ich in dieser Kirche noch?"

Symbolbild Priesterweihe

Ein Bischof hält während einer katholischen Messe ein Kreuz in den Händen.

(Foto: dpa)

Mehrere deutsche Bischöfe sind entsetzt über ein Vatikan-Papier, das Laien die Leitung einer Gemeinde verbietet. Wie soll so die Zukunft der Kirchengemeinden gelingen?

Von Annette Zoch und Matthias Drobinski

Es muss mächtig brodeln bei einigen katholischen Bischöfen in Deutschland. Anders ist es nicht zu erklären, dass Oberhirten aus der ganzen Republik mitten in der Urlaubszeit die Verbalkeule auspacken - gegen ein Dokument, das den Segen von Papst Franziskus hat. "Ich kann den Eingriff in meine bischöfliche Hirtensorge nicht so einfach hinnehmen", sagt der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf. Von einer "starken Bremse der Motivation und Wertschätzung" spricht der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode. Irritiert und befremdet sei er, schreibt Franz-Josef Overbeck aus dem Bistum Essen. Und sogar der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick, der Kirchenrechtler, der sonst nicht für scharfe Wortwahl in innerkirchlichen Debatten bekannt ist, spricht von einem "theologisch defizitären" Dokument, das so besser nicht hätte veröffentlicht werden sollen und für die Kirche "mehr Schaden als Nutzen" bringe.

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