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Kalifornien:Hai-Alarm bei San Francisco

Weiße Haie sorgen vor der kalifornischen Küste für Aufregung.

Weiße Haie sorgen vor der kalifornischen Küste für Aufregung.

(Foto: picture alliance / dpa)
  • Keine hundert Meter vom Strand bei Pacifica entfernt sind etwa 20 Weiße Haie gesehen worden.
  • Sie sind auffallend groß und auffallend früh dran - eigentlich halten sich die Raubfische zu dieser Jahreszweit weiter draußen und alleine auf.
  • Ein Experte warnt vor dem "beträchtlichen Schaden", den die Haie an Menschen und Tieren anrichten könnten.

Für Schwimmer und Surfer ist Pacifica an der kalifornischen Küste ein beliebtes Ziel. Dank ihrer Lage an der berühmten State Route 1 ist die Stadt 15 Minuten südlich von San Francisco gut zu erreichen. Ihr langer Sandstrand mit den meist kleinen Wellen macht es vor allem Einsteigern leicht, Wellenreiten zu lernen.

Sie müssen sich den Pazifischen Ozean nun mit Weißen Haien teilen. Etwa 20 Stück der größten Raubfische hat die US-Küstenwache laut San Francisco Chronicle am Wochenende vor Pacifica entdeckt. Keine hundert Meter vom Strand entfernt.

So große Gruppen überraschen die Experten

Demnach sei nicht nur die Gruppe der Haie an sich schon ziemlich groß, auch die Ausmaße der Tiere selbst seien ungewöhnlich. Einige von ihnen seien bis zu sechs Meter lang. Eine Sprecherin des National Marine Sanctuary sagte: "Ich höre zum ersten Mal, dass sie in einer urbanen Gegend so nah ans Land kommen." Auch, dass sich so viele zu einer Gruppe zusammengeschlossen haben, überraschte die Sprecherin. Ein Grund dafür könnte sein, dass es sich um sehr junge Haie handelt.

David McGuire von der Non-Profit-Organisation "Shark Stewards" sagte: "Wahrscheinlich hat sie das ungewöhnlich warme Wasser entlang der Küste angelockt." Normalerweise seien derart große Haie als Einzelgänger und zu dieser Jahreszeit weiter draußen anzutreffen - nahe der Farallon-Inseln, oder weiter südlich bei Año Nuevo Island.

#Sharktober

McGuire warnte davor, dass die Haie "erheblichen Schaden an Robben oder Menschen" anrichten könnten. Auf Twitter hat seine Organisation den Hashtag #sharkwatch eingerichtet, um Sichtungen zu sammeln. "Ich würde den Ozean jetzt generell nicht meiden", sagte McGuire. "Aber ich würde zumindest für ein paar Tage woanders surfen und schwimmen." Weiße Haie seien vor Kalifornien nicht selten, ihre Angriffe auf Menschen dagegen schon.

McGuire setzt sich für die Erhaltung der als gefährdet geltenden Tierart ein. Er hat aufgrund der jüngsten Sichtungen den "Sharktober" ausgerufen.

© sz.de/max/fued
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