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Jemen:Entführte Familie stammt aus Sachsen

Von den fünf im Jemen verschleppten Deutschen fehlt immer noch jede Spur. Wie jetzt bekannt wurde, soll es sich bei den Entführungsopfern um eine Familie mit drei Kleinkindern aus Sachsen handeln.

Die im Jemen entführte deutsche Familie stammt aus dem Kreis Bautzen in Sachsen. Der Familienvater komme aus dem Ortsteil Lauske, sagte der Bürgermeister der Kleinstadt Weißenberg, Michael Staude am Mittwoch.

Die Eltern des Mannes wohnen nach wie vor in dem Ort. Auch seine Frau soll aus dem Landkreis Bautzen stammen. Das Auswärtige Amt wollte dies am Mittwoch weder bestätigen noch dementieren.

Bei den Entführten soll es sich um ein Ehepaar (beide 36) mit drei kleinen Kindern im Alter von knapp einem bis vier Jahren handeln. Die Familie lebt den Angaben zufolge seit gut fünf Jahren im Jemen. Die Krankenschwester und der Techniker sollen in einem Krankenhaus gearbeitet haben. Das Paar habe jedoch geplant, zur Einschulung der ältesten Tochter in zwei Jahren nach Deutschland zurückzukehren. Der Mann soll bereits seinen Zivildienst im Gaza-Streifen gemacht haben und arabisch sprechen.

Die Geiseln waren am vergangenen Freitag nördlich der jemenitischen Hauptstadt Sanaa verschleppt worden. Bislang gibt es keine bestätigten Informationen über ihr Schicksal. Gesucht wird auch noch nach einem britischen Ingenieur.

Ende vergangener Woche waren in der nördlichen Provinz Saada nahe der Grenze zu Saudi-Arabien insgesamt neun Ausländer entführt worden. Am Montag wurden die Leichen von zwei deutschen Frauen und einer Südkoreanerin gefunden.

© sueddeutsche.de/dpa/Reuters/aho
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