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Italien:Trennung via Instagram, Konter via Facebook

Matteo Salvini und Elisa Isoardi

Italiens Innenminister Matteo Salvini und die Fernsehmoderatorin Elisa Isoardi

(Foto: dpa)

Elisa Isoardi möchte nicht mehr mit dem italienischen Innenminister Matteo Salvini zusammen sein. Das verkündet sie bild- und sprachgewaltig über die sozialen Medien.

Was ist passiert?

Die italienische Fernsehmoderatorin Elisa Isoardi hat mit Italiens Innenminister Matteo Salvini Schluss gemacht.

Warum interessiert uns das?

Nun kommt eine Trennung ja in den besten Kreisen vor. Aber selten passiert dies so öffentlich und medienwirksam wie in diesem Fall: Isoardi trennte sich via Instagram. Auch diese Form des Schlussmachens ist in Zeiten von Social Media eigentlich keine Nachricht mehr wert. Im Fall eines (Vize-)Regierungschefs freilich verhält sich das ein wenig anders. Isoardi postete ein offenbar nicht mehr ganz aktuelles Foto, auf dem sie lächelnd im Bademantel auf dem Bett liegt. Neben ihr Salvini mit nacktem Oberkörper und geschlossenen Augen. Dazu schrieb sie: "Ich werde nicht das vermissen, was wir uns gegeben haben, sondern das, was wir uns noch hätten geben können. Mit größtem Respekt für die wahre Liebe, die da war. Danke, Matteo."

Wie reagiert Salvini?

Den italienischen Innenminister und erreichte die Nachricht auf einer Dienstreise im westafrikanischen Ghana - und als Medien-Profi ließ seine Reaktion nicht lange auf sich warten. Zehn Stunden nach Isoardis Schlussmach-Post wandte sich Salvini über die von ihm bevorzugte Kommunikationsplattform mit einem Facebook-Foto an die Öffentlichkeit: Zufrieden grinsend, die Arme weit ausgebreitet, inmitten eines Olivenhains. Ganz nach dem Motto: Mich kann doch so was nicht erschüttern. Juckt mich überhaupt nicht.

Blieb Salvini wirklich so cool?

Nun, aus der Nachricht, die er dem Foto beifügte, konnte man durchaus eine gewisse Verstimmung herauslesen: "Aus Gründen der Erziehung, des Charakters und des Respekts habe ich mein Privatleben nie in die Öffentlichkeit getragen, und damit werde ich jetzt nicht beginnen", schrieb Salvini. Und fügte mit noch etwas mehr Pathos an: "Ich habe geliebt, ich habe vergeben, sicherlich habe ich auch Fehler gemacht, aber ich habe bis zum Ende daran geglaubt. Schade, jemand hatte andere Prioritäten."

Was sagt das Netz?

Isoardis offenherziger Post erntete binnen kürzester Zeit Zehntausende Reaktionen von Instagram-Nutzern und avancierte unter dem Hashtag #Isoardi zeitweise zum meistdiskutierten Thema auf Twitter. Und auch Salvinis Post sorgte für Wirbel. Fast 50 000 Nutzer reagierten auf ihn. Mehr als 6000 hinterließen einen Kommentar. Darin sprechen ihm einige Mut zu. Andere loben Salvini für dessen beinahe staatsmännische Reaktion - der Chef der fremdenfeindlichen Regierungspartei Lega äußert sich in den sozialen Netzwerken ansonsten ja eher robust. Aber es gibt auch viele unter den Kommentaren, bei denen sich das Mitgefühl offensichtlich in Grenzen hält.

War es Salvinis erste Trennung?

Wie viele Trennungen Salvini tatsächlich hinter sich hat, ist nicht überliefert. Der selbsternannte "Freund der AfD" ist geschieden und hat zwei Kinder, eines mit seiner Exfrau, das andere mit einer Partnerin aus der Zeit vor Isoardi. Es ist also nicht seine erste Trennung - und auch nicht das erste Mal, dass Bilder eines halbnackten Salvini durch die Medien und das Netz geistern. 2014 entblöste sich Salvini schon einmal für das Klatschmagazin Oggi: Salvini oben ohne, verschmitzt unter einem weißen Bettlacken. Salvini keck mit grüner Krawatte auf haariger Brust. Im von Isoardi nun geposteten Bild ist es gerade mal der obere rechte Teil seines Oberkörpers zu sehen.

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