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Indien:Hauptverdächtige gestehen Gruppenvergewaltigung

Nach der Vergewaltigung von zwei 14 und 16 Jahre alten Cousinen in Indien haben drei Männer die Tat gestanden. Unklar ist, ob sie die Mädchen auch getötet haben.

Die beiden Mädchen waren am vergangenen Dienstag im Distrikt Badaun im Bundesstaat Uttar Pradesh als vermisst gemeldet worden. Am Mittwoch fand man ihre Leichen missbraucht und aufgehängt an einem Baum. Ob sie sich selbst erhängt haben oder getötet wurden, ist noch unklar.

Die drei Tatverdächtigten haben nun die Tat gestanden. Details hielten sie jedoch zurück, so ein Polizeibeamter. Nach zwei weiteren Verdächtigen werde weiter gesucht. Die Polizei nahm neben den drei Hauptverdächtigen auch zwei Polizisten fest, die nicht auf die Vermisstenmeldung reagiert hatten.

Die Familien der Opfer sind Dalit - als unberührbar diffamierte Menschen, die in Indien der untersten gesellschaftlichen Schicht angehören. Der Leichenfund hatte Proteste in der Gemeinde ausgelöst. Erst danach nahmen die Behörden Ermittlungen auf. Vor wenigen Tagen wurde zudem die Mutter eines der Mädchen vom Vater eines Tatverdächtigen angegriffen. Die Frau erlitt dabei mehrere Knochenbrüche.

© Süddeutsche.de/dpa/cam/jobr
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