Femizide:"Es gibt Warnsignale für solche Taten"

Femizide: Der Gewalt etwas entgegensetzen: Dazu müssten Männer und Frauen egalitäre Beziehungen aufbauen, sagt Sozialwissenschaftlerin Monika Schröttle.

Der Gewalt etwas entgegensetzen: Dazu müssten Männer und Frauen egalitäre Beziehungen aufbauen, sagt Sozialwissenschaftlerin Monika Schröttle.

(Foto: Gary Waters/imago/Ikon Images)

Ein 18-Jähriger tötet seine gleichaltrige Ex-Freundin - obwohl sie sich kurz zuvor Hilfe suchte: Die Tat in St. Leon-Rot ist einer von zahlreichen Femiziden in Deutschland. Wie verhindert man solche Verbrechen mit Ansage?

Interview von Elisa Britzelmeier

Sie sind nicht lange ein Paar, dann zeigt sie ihn bei der Polizei an, weil er gewalttätig geworden sei. Keine drei Monate später ist sie tot. In dem Fall aus St. Leon-Rot in Baden-Württemberg steht der 18-Jährige im Verdacht, seine gleichaltrige Ex-Freundin in der Schule getötet zu haben. Er schweigt zu den Vorwürfen. Der Fall reiht sich ein in zahlreiche Fälle von Partnerschaftsgewalt, alle drei Tage wird in Deutschland eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Die Politologin und Sozialwissenschaftlerin Monika Schröttle forscht zu solchen Femiziden, also Tötungen von Frauen aufgrund ihres Geschlechts - und zur Frage, wie sie sich verhindern lassen.

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