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Falscher Bombenalarm am Düsseldorfer Flughafen:Polizei identifiziert Besitzer des Koffers

Koffer am Flughafen Düsseldorf

Der Fall gibt weiter Rätsel auf. Zumindest ist nun klar, wer den auffälligen Koffertrolley im Terminal des Düsseldorfer Flughafens abgestellt hatte.

(Foto: dpa)

Eine Evakuierung zur Hauptverkehrszeit, 140 ausgefallene Flüge: Nach dem falschen Bombenalarm am Düsseldorfer Flughafen kennt die Polizei nun den Mann, der das verdächtige Gepäckstück dort abgestellt hatte. Der Fall um den Koffer, in dem nur Mehl und Zimt waren, bleibt aber mysteriös.

Knapp fünf Wochen nach der Evakuierung des Düsseldorfer Flughafens wegen eines vermeintlichen Sprengstoff-Koffers hat die Polizei den Mann identifiziert, der mit dem Trolley von Überwachungskameras auf dem Airport gefilmt worden war. Nach Angaben der Ermittler handelt es sich um einen 31-Jährigen, der bereits weltweit als Gepäckdieb aufgefallen war.

Geschnappt wurde er allerdings noch nicht. Der derzeitige Aufenthaltsort des Mannes sei unbekannt, teilte die Polizei mit. Unklar ist auch, welche genaue Rolle der 31-Jährige in dem mysteriösen Koffer-Fall gespielt hat.

Laut Polizei verbüßte er in Großbritannien bereits mehrjährige Haftstrafen wegen des gewerbsmäßigen Diebstahls hochwertiger Gepäckstücke. Als Tatorte wählte er zumeist Flughäfen und exklusive Hotels. Die Düsseldorfer identifizierten den Mann durch die Auswertung von Aufnahmen der Überwachungskameras. Außerdem fanden sie am Griff des Koffers DNA-Spuren.

Wegen des herrenlosen Koffers war der gesamte Düsseldorfer Flughafen am 24. September mitten in der Hauptverkehrszeit am Nachmittag stundenlang gesperrt worden. 140 Flüge fielen wegen des falschen Bombemalarms aus oder mussten umgeleitet werden.

Der anfängliche Verdacht auf Sprengstoff in dem Gepäckstück bestätigte sich allerdings nicht. Später teilte die Polizei mit, dass sich offenbar Drogen in dem Koffer befunden hätten. Letztlich stellte sich aber heraus, dass der Trolley lediglich Mehl und Zimt enthielt. Die Ermittler vermuten, dass es in dem Fall um eine Täuschung unter Drogenhändlern gehen könnte.