bedeckt München 14°

Sexueller Missbrauch:Duffy teilt Gewalterfahrung mit der Öffentlichkeit

BRITAIN-ENT-MUSIC-BRITS

Duffy bei den Brit Awards in 2009.

(Foto: LEON NEAL/AFP)

Sie sei gefangen gehalten, betäubt und vergewaltigt worden, eröffnet die 35-Jährige Sängerin auf Instagram.

Die walisische Sängerin Duffy ist eigenen Angaben zufolge für mehrere Tage gefangen gehalten, betäubt und vergewaltigt worden. Das eröffnete die 35-Jährige in einem Instagram-Post am Dienstag. "Du kannst dir nicht vorstellen, wie oft ich darüber nachgedacht habe, das zu schreiben", heißt es darin.

Die 35-Jährige hatte 2008 ihren internationalen Durchbruch mit dem Titel "Mercy". Ihr Album "Rockferry" gewann im selben Jahr einen Grammy. Anfang der 2010er-Jahre trat die Britin, die mit vollem Namen Aimee Anne Duffy heißt, immer seltener öffentlich auf. Als Grund dafür gibt die Soulsängerin jetzt in ihrem Post das Erlebte an. "Ich fragte mich, wie ich von Herzen singen soll, wenn es gebrochen ist?" Das Trauma zu überwinden, habe "eine Weile gedauert".

Erst als sie im vergangenem Sommer von einem Journalisten kontaktiert wurde, habe sie sich öffnen können, um ihre Geschichte zu erzählen: "Er war liebenswürdig und es hat sich so gut angefühlt, endlich darüber zu sprechen." Sie sei jetzt "ok und sicher".

In ihrer Nachricht beschreibt die Sängerin, wie sehr sie in den vergangenen zehn Jahren unter den psychischen Folgen gelitten habe. Zu den Hintergründen der Tat macht die Sängerin keine Angaben. Sie werde sich in den nächsten Wochen in einem "gesprochenen Interview" äußern, um Fragen zu beantworten, so Duffy.

Weder das Management der Sängerin gab ein Statement dazu ab, noch die Plattenfirma in Großbritannien. Auch die Polizei in London konnte auf Anfrage nicht sagen, ob es in diesem Zusammenhang Ermittlungen gibt.

© SZ/mpu/lot/dpa
Aufmacher_cold case

SZ PlusUngeklärte Mordfälle
:Ein Dorf, zwei Morde

1983 erschüttert ein Mord das kleine Oberhenneborn im Sauerland. Ein Mann wird verurteilt, lebenslang. Zwei Jahre später aber wird eine weitere Leiche gefunden. Über einen Ort, in dem plötzlich jeder verdächtig war.

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite