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Brasilien:Baby mit zwei Köpfen geboren

Im Nordosten Brasiliens sind siamesische Zwillinge zur Welt gekommen, die sich einen kompletten Körper teilen. Die Mutter erfuhr erst unmittelbar vor der Entbindung vom Zustand ihrer Kinder.

In Brasilien ist in dieser Woche ein Baby mit zwei Köpfen geboren worden. Der beziehungsweise die kleinen Jungen kamen im Bundesstaat Pará im Nordosten des Landes per Kaiserschnitt zur Welt. Nach Angaben des behandelnden Arztes sind die 23-jährige Mutter und ihre Kinder wohlauf.

Die schwangere Frau war mit starken Schmerzen in ein Krankenhaus in der Stadt Anajas eingeliefert worden. Erst in der Klinik - wenige Minuten bevor sie per Notoperation entbunden werden sollte - erfuhr die 23-Jährige vom Zustand ihrer Kinder. Das berichtet die New York Post unter Berufung auf örtliche Medien. Demnach waren bei der junge Brasilianerin während ihrer Schwangerschaft keine Ultraschalluntersuchungen vorgenommen worden. Die medizinische Versorgung in vielen Regionen Brasiliens ist nicht mit westlichen Standards vergleichbar.

Ärzte halten eine Trennung für "absolut unmöglich"

Die sogenannte Polyzephalie - zusammengesetzt aus den griechischen Wörtern "poly" für viel/mehr und "kephali" für Kopf - ist eine extrem seltene Form der siamesischen Zwillingsgeburt. Ursache des Phänomens ist eine nicht vollständige Teilung der befruchteten Eizelle.

Die siamesischen Zwillinge aus Brasilien teilen sich ein Herz und alle anderen wichtigen Organe, allerdings haben sie zwei altersgemäß vollentwickelte Köpfe. Die Brüder wogen bei der Geburt 4,6 Kilo und haben nach Aussage des behandelnden Arztes einen "erstaunlichen Appetit". Joseph Brazil zeigte sich gegenüber der Presse erleichtert über die gelungene Entbindung: "Trotz aller Probleme, die wir als kleines Krankenhaus haben, konnten wir Mutter und Baby retten, was unser Ziel war." Es sei eine große Überraschung gewesen, in welchem guten gesundheitlichen Zustand der Säugling war, so der Mediziner.

Mittlerweile wurden die Mutter und ihre Kinder zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus in Belem, der Hauptstadt von Pará, gebracht. Ein Arzt des Casa de Misericordia Hospital sagte, er halte es für "absolut unmöglich", die Babys zu trennen, da sie sich alle lebenswichtigen Organe teilen. Vielmehr sei es wichtig, dass die Mutter verstehe, "dass sie keinen missgestalteten Sohn mit zwei Köpfen hat, sondern zwei Söhne".

Eine Hoffnung, die sich schon erfüllt zu haben scheint: Wie berichtet wurde, möchte die junge Frau, die noch andere Kinder hat, ihre Söhne so schnell wie möglich mit nach Hause nehmen. Sie hat die Zwillinge Emanoel und Jesus getauft.