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Brände - Waren (Müritz):Heizungsdefekte verursachen Brände: Hohe Schäden

Brände
Ein Blaulicht leuchtet an einem Feuerwehrwagen. Foto: picture alliance / Daniel Bockwoldt/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Demmin/Waren (dpa/mv) - An der Mecklenburgischen Seenplatte sind innerhalb weniger Tage zwei Wohnhausbrände durch defekte Heizungen ausgelöst worden. Bei den Feuern wurden in Waren an der Müritz ein Einfamilienhaus und in Demmin ein größeres Wohn- und Geschäftshaus zerstört, wie ein Polizeisprecher am Sonntag erklärte. Der Gesamtschaden wird vorerst auf rund eine Million Euro geschätzt.

Zuletzt brannte am Samstag das Einfamilienhaus in Waren, wo das Feuer laut Polizei an der im Obergeschoss installierten Gastherme ausbrach. Die Flammen erfassten den Dachstuhl. Der 49 Jahre alte Bewohner, seine gleichaltrige Frau und die 17 Jahre alte Tochter konnten sich unverletzt ins Freie retten, weil die Nachbarn sie alarmierten. Der Brand wurde gelöscht, das Haus sei vorerst unbewohnbar.

Bei dem Großfeuer in Demmin war am Donnerstag ein viergeschossiges Wohn- und Geschäftshaus stark beschädigt worden. Untersuchungen eines Gutachters ergaben, dass ein Defekt an der Heizung, die unter dem Dach installiert war, den Brand verursacht haben soll. Das Feuer war im oberen Teil des Hauses ausgebrochen und hatte sich schnell ausgebreitet. Auf dem Dach war eine Solaranlage montiert.

Durch den Einsatz von insgesamt etwa 100 Feuerwehrleuten konnten alle 15 zumeist älteren Bewohner das Haus mit zehn Wohnungen gerade noch rechtzeitig verlassen oder wurden herausgeholt.

Einige kamen bei Verwandten unter, andere in einem nahen Hotel. Ein Feuerwehrmann und einige Bewohnern mussten kurzzeitig medizinisch versorgt werden. Der Schaden wurde hier auf mindestens 500 000 Euro geschätzt. Die Stadt hat zu Spenden für die Bewohner aufgerufen, die den Großteil ihrer Habe verloren haben.

Der Brand hatte erst am Freitag komplett gelöscht werden können. Laut Polizei konnte das Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude verhindert werden, es gab aber Wasserschäden.

© dpa-infocom, dpa:210502-99-435775/3

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