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Boko Haram:Nigerias Militär befreit 97 Geiseln

  • Bei dem Einsatz in der Sambisa-Waldregion seien 35 Terroristen der Boko-Haram-Miliz getötet worden.
  • Unter den Geiseln ist eine weitere der entführten Schülerinnen aus dem Ort Chibok.
  • Vor mehr als zwei Jahren wurden 276 Schülerinnen von Kämpfern der Boko Haram aus einer Schule in dem Ort Chibok entführt.
  • Mehr als 200 der Mädchen werden noch immer vermisst.

Nigerias Streitkräfte haben nach eigenen Angaben 97 Geiseln aus der Gewalt islamistischer Terroristen befreit - darunter auch eine weitere der entführten Schülerinnen aus dem Ort Chibok. Bei dem Einsatz in der Sambisa-Waldregion seien zudem 35 Terroristen der Boko-Haram-Miliz getötet worden, teilte Militärsprecher Sani Usman mit.

Bei den befreiten Geiseln handele es sich ausnahmslos um Frauen und Kinder. Eines der Mädchen gehört zu jenen 276 Schülerinnen, die vor mehr als zwei Jahren von Kämpfern der Boko Haram aus einer Schule in dem Ort Chibok im nordöstlichen Bundesstaat Borno entführt worden waren. Mehr als 200 der Mädchen werden noch immer vermisst. Das gefundene Mädchen soll die Tochter eines Pastors sein. Derzeit wird sie medizinisch betreut, teilte der Militärsprecher mit.

Am Mittwoch wurde bekannt, dass die 19-jährige Amina Ali Nkeki in der Nähe von Chibok aufgefunden worden war. Sie war die erste der 219 verschollenen Mädchen, die gefunden wurde. Am Donnerstag empfing sie Nigerias Präsident Muhammadu Buhari in der Hauptstadt Abuja. Nach Angaben einer Bürgerwehr in Chibok informierte Nkeki die Behörden über der Verbleib der anderen Mädchen. In der Gefangenschaft bekam sie ein Kind.

Die Kämpfer der Boko Haram wollen im Nordosten Nigerias und in angrenzenden Gebieten einen sogenannten Gottesstaat errichten. Bei Angriffen und Anschlägen in der Region töteten die sunnitischen Fundamentalisten seit 2009 mindestens 14 000 Menschen.

© SZ.de/dpa/bepe/lalse

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