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Hotel in Berlin-Neukölln:Personenschützer der Polizei verliert seine Dienstwaffe

Für den Schutz hochrangiger Politiker und Richter ist das BKA verantwortlich. (Symbolbild)

(Foto: imago stock&people)

Die Sicherungsgruppe des BKA schützt hochrangige Politiker und Richter. Einer der Beamten soll jetzt seine Pistole in einem Hotel im Stadtteil Neukölln verloren haben.

Ein Polizist, der als Bodyguard für hochrangige Politiker, Richter oder Staatsgäste eingesetzt wurde, hat seine Dienstwaffe verloren. Das Bundeskriminalamt bestätigt einen entsprechenden Vorfall, über den zuerst der Tagesspiegel berichtet hatte.

Nach Informationen der Zeitung soll der Beamte eine Glock-17 in einem Drei-Sterne-Hotel nahe des U-Bahnhofs Grenzallee verloren haben. Das Bundeskriminalamt (BKA) möchte sich zu diesen Details nicht äußern. In dem Fall ermittle derzeit die Berliner Polizei, teilt eine Sprecherin auf Anfrage der Süddeutschen Zeitung mit: "Es ist Strafanzeige erstattet worden." Der Beamte sei bis zur Klärung des Sachverhalts von seinen Personenschutzaufgaben entbunden worden.

Bei dem Mann handelt es sich um einen Landesbeamten, der derzeit im Dienst des BKA steht. Dort ist er Teil der Abteilung Sicherungsgruppe. Diese Abteilung ist für die Sicherheit und den erforderlichen Schutz der Verfassungsorgane des Bundes zuständig. Dazu gehören neben dem Bundespräsidenten auch der Bundestag, der Bundesrat, die Bundesregierung, die Bundesversammlung, der Gemeinsame Ausschuss und das Bundesverfassungsgericht - sowie in besonderen Fällen auch die ausländischen Gäste dieser Organe. Die Sicherungsgruppe gliedert sich in verschiedene Kommandos, die für bestimmte Personen und Aufgabenbereiche zuständig sind. Genauere Details - auch zur Personenstärke - gibt das BKA nicht bekannt.

Anmerkung der Redaktion: Zunächst hatte es geheißen, dass der entsprechende Personenschützer jenem Kommando angehöre, das das Leben des amtierenden Bundespräsidenten schützen soll. Eine Sprecherin des BKA hatte das auf Anfrage der SZ mündlich bestätigt. Das Bundespräsidialamt teilt indes mit, dass es sich nicht um einen Bodyguard des amtierenden Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier handele.