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Thailand:Verletzte bei mehreren Explosionen in Bangkok

Explosionen in Bangkok

Die Polizei sperrt nach den Explosionen in der Haupstadt Bangkok den Skytrain-Bahnhof Salah Daeng ab.

(Foto: dpa)
  • In Thailands Hauptstadt Bangkok sind an verschiedenen Orten kleine Sprengsätze hochgegangen.
  • Mindestens zwei Menschen wurden verletzt, einem Bericht zufolge sind zwei Verdächtige festgenommen worden.
  • Über den Hintergrund gibt es noch keine Erkenntnisse. Thailand wird seit dem Putsch im Jahr 2014 quasi vom Militär regiert.

Bei der Explosion mehrerer kleiner Sprengsätze in Thailands Hauptstadt Bangkok sind am Freitag mindestens zwei Menschen leicht verletzt worden, in Berichten ist von insgesamt vier Verletzten die Rede. Eine der Bomben detonierte während des morgendlichen Berufsverkehres an einem Nahverkehrsbahnhof im Geschäftsviertel Silom. Dort wurde nach Angaben der Polizei niemand verletzt. Der Bahnhof wurde jedoch sicherheitshalber gesperrt. Zudem gingen an mindestens drei weiteren Orten Sprengsätze hoch. Die Agentur AP berichtet unter Berufung auf ein Regierungsmitglied, dass zwei Verdächtige festgenommen worden seien. Bei den Verletzten handelt es sich um zwei Straßenkehrer.

Zum Hintergrund gab es zunächst keine Angaben. Premierminister Prayut Chan-o-cha, der vor fünf Jahren zunächst durch einen Militärputsch an die Macht kam, nach den Wahlen vom März 2019 jedoch durch die Nationalversammlung im Amt bestätigt wurde, ordnete nach Angaben einer Sprecherin eine Untersuchung an. Auf Twitter schrieb er, er verurteile die Verantwortlichen: "Dies beschädigt die Friedlichkeit und das Image unseres Landes." Zugleich teilte die Regierung mit, dass die Sicherheitsmaßnahmen in der thailändischen Hauptstadt verschärft worden seien.

In Bangkok tagt an diesem Freitag die Gemeinschaft Südostasiatischer Staaten (Asean). Zu dem Treffen sind auch die Außenminister Mike Pompeo (USA), Sergej Lawrow (Russland) und Wang Yi (China) gereist. "Wir brauchen Zeit, um die Vorfälle zu untersuchen", sagte der stellvertetende Premierminister Prawit Wongsuwa. Offenbar gibt es aber keine Hinweise dafür, dass die Explosionen die Veranstaltung treffen sollten.

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