Baltimore Polizist im Fall Freddie Gray freigesprochen

Ein weiterer Polizist, in dessen Gewahrsam der Afroamerikaner starb, ist freigesprochen worden. Der Tod Grays hatte schwere Proteste in Baltimore ausgelöst.

Über ein Jahr ist es her, dass der Afroamerikaner Freddie Gray in Polizeigewahrsam in Baltimore ums Leben kam. Nach seiner Festnahme fiel der 25-jährige Gray zuerst ins Koma, eine Woche später starb er. Er soll schwere Rückenverletzungen bei der Fahrt im Polizeitransporter erlitten haben.

Der Polizist Caesar R. Goodson ist nun freigesprochen worden. Er fuhr den Wagen, in dem Gray transportiert wurde. Die Anklage hatte ihm vorgeworden, er habe Gray in dem Polizeitransporter nicht angeschnallt und nach der Fahrt keine Hilfe geholt. Der Richter sprach ihn nach fünf Verhandlungstagen vom Vorwurf der vorsätzlichen Tötung frei.

Schwere Unruhen

Grays Tod hatte im April vergangenen Jahres in der US-Stadt Baltimore schwere Unruhen ausgelöst: Die überwiegend afroamerikanische Bevölkerung protestierte teils gewaltsam gegen Polizeigewalt gegenüber Schwarzen. Der Fall erregte auch international Aufmerksamkeit.

Insgesamt müssen sich in dem Fall sechs Polizisten verantworten, darunter auch drei schwarze Beamte. Es war der dritte Prozess gegen einen der Beteiligten. Der erste endete wegen unklärbarer Verfahrensfragen ergebnislos, der zweite ohne Schuldspruch.