Therapeut im Interview "Was einen nicht ruhig sein lässt, ist das Drama im Kopf"

Butello: "Psychologisch wäre es hilfreich, wenn Menschen mehr zu ihrer Unsicherheit stehen würden. Man kann sich dafür entscheiden."

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Woher kommen die ständigen Sorgen, die viele von uns umtreiben, obwohl es uns eigentlich gut geht? Ein Gespräch mit Therapeut Willi Butollo über die Gründe für kleine und große Ängste - und was man dagegen tun kann.

Von Friederike Zoe Grasshoff

Er hat Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan betreut, Missbrauchsopfer und Menschen, die nicht gern unter Leute gehen. In den Siebzigern kam Willi Butollo als Professor für Psychologie an die Ludwig-Maximilians-Universität in München. Seit sieben Jahren ist er emeritiert, behandelt aber immer noch Patienten, die mit Angststörungen oder Depressionen zu ihm kommen. Butollo empfängt in seiner Praxis, der Englische Garten ist nur ein paar Hundert Meter entfernt. Der Ventilator summt.

SZ: Wenn man zu Ihnen in die Praxis kommt, sieht die Schwabinger Welt ...

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