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Starnberger See:50-Jähriger starb durch zu schnelles Auftauchen

Nach dem tödlichen Tauchunfall vom vergangenen Samstag am Ostufer des Starnberger Sees ist am Dienstag der Leichnam des 50-jährigen Tauchers im rechtsmedizinischen Institut in München gerichtsmedizinisch untersucht worden. Die Obduktion geschah auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II. Dabei ergaben sich laut Mitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord keine Hinweise auf fremde Gewalteinwirkung. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck und der Ergebnisse der Obduktion gehen die Ermittler von einem Tauchunfall durch zu schnelles Auftauchen aus.

Zur Abklärung der weiteren Umstände wurde von der Staatsanwaltschaft München II noch eine gutachterliche Überprüfung der Tauchausrüstung in Auftrag gegeben.

Bei dem tödlich Verunglückten handelt es sich um einen Taucher aus Landsberg am Lech. Der leblose Körper des Mannes war am Samstag gegen 18.30 Uhr von Spaziergängern im Wasser südlich der Seeburg entdeckt worden. Die sofort alarmierten Rettungskräfte konnten nicht mehr helfen, der Notarzt nur noch den Tod feststellen. Laut Kriminalpolizei, die seinen Tauchcomputer ausgewertet hat, war der 50-Jährige alleine zum Tauchen in den Starnberger See abgestiegen. Er begann seinen Tauchgang gegen 17 Uhr, brach ihn jedoch wenige Minuten später wieder ab, Die Allmannshauser Wand im Starnberger See ist eines der beliebtesten Tauchreviere Deutschlands - und eines der gefährlichsten. Die Steilwand fällt 80 Meter in die Tiefe. Seit 1994 starben dort fast 20 Taucher, mehr als 40 wurden verletzt. Es gab immer wieder Überlegungen, diesen Bereich für Anfänger zu sperren.