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Nach dem Tod von Markus Landthaler:Neuwahlen am 13. September

Lenggrieser müssen Nachfolger fürs Bürgermeisteramt bestimmen.

Der Termin für die Lenggrieser Bürgermeisterwahl steht fest: Am 13. September müssen die Bürgerinnen und Bürger einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für Markus Landthaler wählen, der am 11. Juni völlig unerwartet an einem Herzinfarkt gestorben ist. Wahlvorschläge können bis spätestens 23. Juli eingereicht werden.

In der Mehrzweckhalle erinnerte ein Bild und eine brennende Kerze an den verstorbenen Rathauschef, Vize-Bürgermeister Franz Schöttl (CSU) leitete die Sitzung mit einer Schweigeminute ein. Über mögliche Kandidaten will man noch nicht nachdenken. Bisher habe es weder innerhalb noch zwischen den Fraktionen Gespräche über die Nachfolge gegeben, sagt Dritter Bürgermeister und FW-Fraktionsvorsitzender Günter Haubner auf Nachfrage. "Wir müssen uns Zeit geben, das Geschehene zu verarbeiten." Haubner geht davon aus, dass die Beratungen Anfang kommender Woche aufgenommen werden. Laut bayerischer Gemeindeordnung müssen Neuwahlen innerhalb von drei Monaten und üblicherweise nicht in den Ferien angesetzt werden. Erster möglicher Termin sei der 13. September, auch über den 20. September sei gesprochen worden, sagte Geschäftsleiter Tobias Riesch. Die Regierung von Oberbayern habe dem späteren Termin aber nicht zugestimmt. Auch der Antrag auf Briefwahl sei abgelehnt worden, weshalb die Neuwahl im September als Urnenwahl stattfindet. Kritik kam von Haubner: Er hielte eine Verschiebung des Wahltermins um ein, zwei Wochen für sinnvoll, sagte er mit Verweis auf Einschränkungen durch Corona und die Ferienzeit. Dass die Regierung den Antrag auf Briefwahl abgelehnt habe, könne er ebenfalls nicht nachvollziehen. Benedikt Demmel (CSU) fand den Wahltermin nicht geeignet, weil am 13. September ein Kirchenfest mit Schützen-Prozession gefeiert werde. Geschäftsleiter Riesch versprach, im Zuge einer anstehenden Neuordnung der Wahllokale darauf zu achten, dass der Sammelpunkt der Schützen frei bleibe.

© SZ vom 24.06.2020 / schp

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