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Königsdorf/Weilheim:Warten auf die heiße Spur

Im Fall Höfen geht die Soko vielen Hinweisen nach

165 Hinweise sind bei der Soko Höfen der Weilheimer Kripo eingegangen - die meisten, seit der Fall in der Fernsehsendung "Aktenzeichen xy ... ungelöst" aufgegriffen wurde. Eine heiße Spur ist Polizeisprecher Jürgen Thalmeier zufolge jedoch nicht darunter. Zahlreiche Hinweise seien zu Fahrzeugen mit fremden, meist osteuropäischen Kennzeichen eingegangen. "Die Fahrzeuge klappern wir jetzt alle ab", sagt Thalmeier.

Auch die Tatortgruppe des Bundeskriminalamts habe nach dem bisherigen Kenntnisstand keine eindeutigen Spuren sichern können. Der Polizeisprecher weist aber darauf hin, dass die Spurensicherung noch bis Ende der Woche dauern werde und noch längst nicht alle Spuren untersucht und ausgewertet seien. "Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit", erklärt er.

In dem Haus in dem Königsdorfer Weiler Höfen sei sehr viel Blut der Opfer gefunden worden, entsprechend viele DNA-Spuren gebe es. Solange es keinen Tatverdächtigen gebe, könne man natürlich nicht versuchen, diese Spuren mit der DNA des Verdächtigen abzugleichen. Das gelte auch für die Fingerabdrücke, von denen es ebenfalls viele gebe, die aber noch nicht zugeordnet werden konnten. Einige Laborergebnisse und Auswertungen einzelner Spuren und Fragmente lägen inzwischen vor, doch keine davon weise bislang auf eine konkrete Person als Täter hin.

Der überlebenden Hausbesitzerin geht es nach wie vor schlecht. "Ihr Zustand ist unverändert. Man wird nicht so bald mit ihr reden können", berichtet Thalmeier. Die Vernehmung, von der sich die Polizeibeamten wichtige Erkenntnisse erhoffen, müsse zurückgestellt werden. Die Polizei werde von den Ärzten informiert, wenn sich daran etwas ändere, wenn die Frau also zum ersten Mal kurz vernommen werden könne.

Unterdessen gehen die Ermittlungen auch den erfahrenen Kripobeamten nahe, wie Thalmeier sagt. Die Kollegen stützten sich gegenseitig. "Das Zuhören ist das ganz Wichtige", sagt er.