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Glück gehabt:Zufallsfund beim Joggen

Buchhändlerin Sarah Ulbrich aus Geretsried.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Sarah Ulbrich stolpert beim Sport über Steinpilze

"So was Blödes aber auch!" Das hat Sarah Ulbrich, Buchhändlerin aus Geretsried, kürzlich auf Facebook gepostet, dazu drei Bilder, auf denen Pilze zu sehen sind. Viele Pilze. Ein Grund sich zu ärgern? Nein, der Text geht weiter: "Da wollt' ich nur mein Lauftraining absolvieren und dann stehen da am Wegesrand so viele Steinpilze und ich habe nichts dabei, keine Tasche, Tüte oder Korb." Deshalb der Ärger. Nach dem Sport sei sie nach Hause, habe Korb und Kinder eingepackt und sei noch mal in den Wald, diesmal besser ausgerüstet, um dem unerwarteten Fund zu Leibe zu rücken: jede Menge Steinpilze, einer schöner als der andere, oder wie Ulbrich sagt: "Astrein, da gab's nichts zum Wegschneiden wie sonst oft."

Die junge Frau hat den Zufallsfund erst einmal tiefgefroren. Zwar hätte sie von Bekannten und Verwandten schon gehört, dass es in diesem Jahr offenbar besonders viele Steinpilze gebe. Dass sie ohne jede Mühe quasi über die Schwammerl stolpern würde, hatte sie dennoch nicht erwartet. Für ihre Kinder, die sich besonders für den Zufallsfund der Mutter begeistern konnten, sei das Ernten der Steinpilze mit den eigenen Schnitzmessern dann "ein Erfolgserlebnis" gewesen. Ulbrich selbst ist schon als Kind mit ihren Eltern regelmäßig in den Wald zum Pilzesammeln aufgebrochen und erinnert sich: "Das ist wie eine Schnitzeljagd für Kinder."

Heute bedeute Schwammerlsuchen für sie, "einfach draußen zu sein in der Natur". Zwar komme sie nur relativ selten dazu - wenn, dann sei das "wie ein Spaziergang". Die Buchhändlerin verrät sogar, zumindest ungefähr, wo sie fündig geworden ist: Zwischen Gut Schwaigwall und Buchberg - immer noch ein großes Gebiet, in dem die hellbraunen Kappen aus dem Moos spitzen könnten.