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Geretsried:Tyczka Totalgaz bleibt einer der Top-Arbeitgeber

Tyczka Totalgaz gehört auch 2016 wieder zu einem der besten 100 Arbeitgeber Deutschlands. Platz 43 war das Ergebnis des "Great Place To Work"-Wettbewerbs.

(Foto: Harry Wolfsbauer)

Das Unternehmen kann sich in der Top 100 platzieren. Die Mitarbeiter loben das Gesundheitsprogramm - allerdings werde zu wenig gefeiert.

Tyczka Totalgaz aus Geretsried hat im Ranking der besten Arbeitgeber in Deutschland zum sechsten Mal einen Platz unter den ersten 100 erreicht. Auf Rang 43 landete der Betrieb in der Größenklasse zwischen 50 und 500 Mitarbeitern. Ermittelt werden die Gewinner vom Institut "Good Place To Work". Geschäftsführer Markus Eder nahm die Urkunde am Mittwoch in Berlin entgegen. "Wir sind stolz", verkündete er seinen Mitarbeitern am Donnerstag. Schließlich sind es die Angestellten, die den Ausschlag für eine gute Platzierung auf der Liste geben.

350 Menschen arbeiten für Tyczka Totalgaz. Sie wurden von "Good Place To Work" anonym und ausführlich zu ihrem Arbeitgeber befragt. Dabei geht es um Themenbereiche wie Vertrauen in das Management, Führungsverhalten, Anerkennung, Identifikation, berufliche Entwicklung, Teamgeist, Work-Life-Balance und Gesundheitsförderung. Außerdem wurden die Maßnahmen der Personal- und Führungsarbeit bewertet. Dazu musste Tyczka Totalgaz in einem so genannten Kultur-Audit angeben, was für die Mitarbeiter und das Team geleistet wird. "Das wird aber nur zu 30 Prozent in die Bewertung des Unternehmens aufgenommen", erklärt Markus Eder. Mehr Gewicht - nämlich 70 Prozent - haben die Angaben der Angestellten.

"Im Gegensatz zu 2014 haben wir uns in manchen Bereichen ein bisschen verschlechtert", sagt der Geschäftsführer. Ein Punkt gebe ihm aber wirklich zu denken: Laut "Good Place To Work" würde bei Tyczka Totalgaz zu wenig gefeiert. "Was sollen wir denn noch alles feiern, wir sind schon Feierkünstler?" Die Belegschaft treffe sich nicht nur zu besonderen Anlässen.

Was von den Mitarbeitern besonders geschätzt wird, sind die Gesundheitsangebote, die Tyczka vermittelt und unterstützt, auch die Möglichkeiten zur Weiterbildung. Was sich die Geschäftsführung vorgenommen hat: eine langfristige Strategie, um auf dem Markt weiterhin zu bestehen. "Flüssiggas und dann?" lautet die Frage. Auf der anderen Seite möchte Eder noch mehr Wert auf Respekt und Wertschätzung legen, obwohl die Belegschaft sehr zufrieden mit ihrem Arbeitgeber ist.

Martin Haslböck aus der Buchhaltung zum Beispiel. Dem 29-Jährigen gefällt die Teamarbeit: "Das funktioniert gut." Maria Gligenrainer hat als Auszubildende zur Groß- und Außenhandelskauffrau "lauter nette Kollegen, die sehr hilfsbereit sind". Das selbstständige Arbeiten hingegen schätzt Evi Auerbach. "Ich habe viele Freiheiten", sagt die Assistentin von Geschäftsführer Eder. Gut findet die 50-Jährige auch "die flexiblen Arbeitszeiten, die kommen den persönlichen Hobbys und gerade Müttern zugute." Toll sei, dass das Gesundheitskonzept finanziell unterstützt wird.

Wie zufrieden ist eigentlich der Chef mit seinem Arbeitsplatz? Seit sieben Jahren ist Markus Eder Geschäftsführer: "Ich kann mir nichts anderes vorstellen", strahlt er, "das ist das Beste."