Ausstellung:Ein Jahrhundert Schulleben

Im Ickinger Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium erinnert eine Fotoausstellung zum Jubiläum an verschiedene Facetten des Unterrichtsalltags bis hin zu Skilagern

Von Benjamin Engel, Icking

An ihre Schulzeit erinnern sich viele Menschen häufig nostalgisch wehmütig oder aber ungern. Ihren Spaß hatten die Schüler aber auch schon vor knapp sieben Jahrzehnten, wie das Foto mit den vier breit in die Kamera lächelnden Jugendlichen ganz oben zeigt. Das Bild zeigt nur einer der unzähligen Impressionen aus der hundertjährigen Historie des Ickinger Rainer-Maria-Rilke-Gymnasiums. Zum Jubiläum in diesem Jahr haben Schüler des dafür eingerichteten P-Seminars eine Ausstellung zu den verschiedenen Facetten des Schullebens erarbeitet. An die 40 Schautafeln - manche nur mit Fotos, andere mit zusätzlich einordnenden Texten - sind so entstanden. So lässt sich illustrativ nachvollziehen, was das Schulleben seit 1921 geprägt hat. Eindruck gemacht haben muss etwa der damalige Autorennfahrer Hans Stuck, wenn er seine Kinder als erster nachweislich motorisierter Schülervater 1927 mit dem Wagen zum Unterricht brachte. Am Ickinger Gymnasium zählte in der Nachkriegszeit zu den selbstverständlichen Aufgaben, die eigenen Schulgebäude instandzuhalten. Sogar Lehrer sollen dafür sogar am Wochenende geschuftet haben. Aus Platzmangel dienten damals Holzbaracken als Schulgebäude, müssen aber in guter Erinnerung geblieben sein. Viel später, als bereits seit 1954 die ersten Schulgebäude am jetzigen Standort der Ulrichstraße gebaut waren, habe noch ihr Lateinlehrer von den guten alten Zeiten des Barackenunterrichts geschwärmt, wusste die Fördervereinsvorsitzende Stefanie Steegmann bei einem kleinen Festakt vergangene Woche zu berichten. Ohne gesellige Aktivitäten wäre aber das Schulleben am Ickinger Gymnasium unvorstellbar. So machten sich die Lehrer auf einen Ausflug zum Starnberger See. Es ging ins Skilager oder auf Studienfahrt in ganz Europa. Die Erinnerungen daran sind sicher geblieben, ganz gleich wie sie gewesen sein mögen.

© SZ vom 30.06.2021
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