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Verkehr:Stöpsel bleibt undicht

Autofahrer ignorieren Durchfahrverbot am Gollierplatz

Weder eine Ampel noch eine Schranke oder versenkbare Poller hält die Stadtverwaltung für ein geeignetes Mittel, um den "Stöpsel" an der Trappentreustraße endlich dicht zu machen für Fahrzeuge, die dort nicht durchfahren dürfen. Die Stadtviertelpolitiker auf der Schwanthalerhöhe hatten beide Maßnahmen vorgeschlagen, damit die enge Passage am westlichen Gollierplatz nur von denen befahren wird, die dazu die Erlaubnis haben: Busse und Taxis. Wie munter dieses Gebot missachtet wird, verdeutlicht eine städtische Kontrolle. Der zufolge passierten den Flaschenhals unlängst werktags innerhalb einer knappen Stunde legal 46 und illegal 35 Fahrzeuge. "Schön, dass wir das jetzt mal schwarz auf weiß haben", kommentierte Ulrike Grillo (Grüne) die Mitteilung trocken. Das Kreisverwaltungsreferat hatte sich gegen eine Schrankenlösung beziehungsweise versenkbare Poller ausgesprochen, mit dem Argument, dass die Nutzergruppe (Busse, Taxen und Notdienste) zu inhomogen und das notwendige Funksystem störanfällig sei. Eine Ampel, die immer auf Rot stehe und nur umschalte, wenn berechtigte Fahrzeuge ein Signal auslösen, irritiere Unberechtigte. Weil tagsüber alle drei Minuten ein Bus durchfahre, erwecke sie den Eindruck im "regulären Betrieb" zu sein. "Ich finde eine Schrankenlösung immer noch eine gute Idee; am Flughafen funktioniert sie auch gut", hielt Holger Henkel (SPD) entgegen. Man könne die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) unabhängig auch direkt anfragen, was dort nach möglich sei. So soll nun nach einhelliger Meinung verfahren werden.