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Polizeieinsatz:Schlägerei verhindert

Etwa ein Dutzend junger Männer verabredet sich zu Keilerei

Mit mehr als 20 Beamten hat die Polizei am Montagabend eine Massenschlägerei zwischen Jugendlichen in Unterhaching verhindert. Ein Bekannter eines der jungen Männer hatte der Polizei zuvor einen Hinweis gegeben und den Jugendlichen damit möglicherweise den Spaß verdorben - oder viel Leid erspart. Denn die hatten sich dem Hinweisgeber zufolge gezielt für eine Keilerei verabredet.

Also holte sich die Münchner Polizei Unterstützung durch Kollegen der Bereitschaftspolizei, und die Beamten legten sich auf die Lauer. Gegen 22.30 Uhr fiel ihnen eine Gruppe von etwa einem Dutzend jungen Männern auf. Eine Kontrolle förderte einen Schlagring, ein Messer und eine Druckluftpistole zutage. Die Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 17 Jahren wurden wegen Verstößen gegen das Waffengesetz und wegen der Bildung bewaffneter Gruppen angezeigt. Das Gesetz sieht Geldstrafen oder Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren vor, wenn man sich einer bewaffneten Gruppe anschließt oder sie gar befehligt.

Mindestens zwei der Festgenommenen waren der Polizei bereits gut bekannt. Gegen sie wurde bereits öfter wegen "jugendtypischer Straftaten" ermittelt, erklärte ein Polizeisprecher am Dienstag. Am Montag ließen sie sich im Landschaftspark widerstandslos festnehmen. Um weiteren Straftaten vorzubeugen - damit sie sich in der Nacht also nicht doch noch zu einer neuen Prügelei verabreden - nahm die Polizei diese beiden bis zum Dienstagmorgen in Gewahrsam.

Zusätzlich zu den Strafanzeigen wurden gegen alle Beteiligten auch Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet. Denn eine Schlägerei mit Abstand, das geht nicht.

© SZ vom 27.05.2020 / anh

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