Museumsprojekt:Rekonstruktion zerstörter Kunst

Das Bayerische Nationalmuseum bringt gemeinsam mit ukrainischen Wissenschaftlern ein ungewöhnliches Forschungsprojekt voran.

Von Susanne Hermanski, München

Das Projekt hat seine Anfänge schon vorm Krieg. Doch die Notwendigkeit, das gefährdete Kulturerbe der Ukraine zu schützen, ist offenbarer denn je: Die Initiative "Pinsel.AR" aus Lemberg erforscht und digitalisiert mit Hilfe des Bayerischen Nationalmuseums Skulpturen des Barockbildhauers Johann Georg Pinsel. Das Haus ist in Besitz einiger Werke des Meisters, die zudem Entwürfe für große Sakralskulpturen waren, die in der Zeit der Zugehörigkeit der Ukraine zur Sowjetunion zerstört wurden. "Pinsel.AR" scannt diese, stellt sie als 3-D-Simulationen auf ihre Website (www.pinsel-ar.com) und realisiert sie als 3-D-Drucke. Die sind mit Braille-Schrift versehen und machen es sehbeeinträchtigten Museumsbesuchern nun möglich, die Werke Pinsels zu ertasten.

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