Trudering:Skulpturen und Tusche

Die Preisträger der Truderinger Kunsttage 2017

Preisverleihung: Lorenz Köstner von der Automag (li.) und Projektleiter Peter Gierse (re.) mit Hong Yun He, Philipp Liehr und Annette Braune (v. li.).

(Foto: Martin Weiand)

Die Preisträger der "Truderinger Kunsttage"

Vier Stimmen durfte jeder der rund 2000 Besucher der "Truderinger Kunsttage" für die drei Publikumspreise abgeben - und die Wahl war angesichts von 30 Ausstellern mit beeindruckenden Werken in verschiedenen Techniken von Ölbild bis Stoffcollage recht schwierig.

Der mit 700 Euro dotierte Hauptpreis ging an die Münchner Künstlerin Annette Braune. Ihre tanzenden Skulpturen, die im Festsaal des Kulturzentrums zu sehen waren, orientieren sich am japanischen "Butoh-Tanz"; eine Kunstform, die auf die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki reagierte. Die in Kassel geborene Künstlerin verleiht ihren Figuren aus Draht, Hanf und Gips eine eindrückliche Verletzlichkeit.

Der junge Münchner Künstler Philipp Liehr, der den mit 500 Euro dotierten zweiten Preis erhielt, lässt sich inspirieren von lebendigen Orten, an denen viele Menschen emotionsgeladen zusammenkommen: Bahnhöfe, Theaterausgänge oder Sportstätten. Diese Szenen und die in ihm entstehenden Gefühle hält er in schnellen Skizzen fest, auf deren Basis er direkt seine Skulpturen fertigt.

Die vielseitige Designerin und Künstlerin Hong Yun He, die sich über den dritten Preis und damit 400 Euro freute, wurde in China geboren und lebt seit zwölf Jahren in Deutschland. Sie hat die Ausstellungsbesucher mit zarten Blumenbildern, ironischen Porträts von Ziegen und mit Tuschezeichnungen überzeugt.

Insgesamt wurden bei den vier von Peter Gierse kuratierten Kunsttagen 17 Werke verkauft. Die Aussteller draußen auf der Wiese an der Wasserburger Landstraße 32 dürfen ihre Objekte noch einige Tage stehen lassen.

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