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Trudering:Schönheitskur gefordert

Workshop soll Ideen zur Aufwertung der Unnützwiese sammeln

Nach der Rettung soll die Aufwertung erfolgen: Die Bürgerinitiative gegen die Bebauung der Unnützwiese an der Bajuwaren-/Unnützstraße hatte im vergangenen Jahr Erfolg mit ihrem Kampf gegen ein Wohnen-für-alle-Projekt auf "ihrer" Wiese, die die Menschen zum Kicken, Sonnenbaden, Schaukeln, Ausruhen, Treffen und Picknicken nutzen. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatte das geplante Projekt abgeblasen, ehe es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung über die Rechtmäßigkeit einer Planung an dieser Stelle kommen konnte. Die Wiese ist also gerettet und soll langfristig von Bebauung frei bleiben.

Nun soll sie nach dem Wunsch des Bezirksausschusses (BA) Trudering-Riem auch aufgewertet werden. Michael Welzel (SPD) stellte den Antrag, den Zaun entlang der Bajuwarenstraße durch eine Hecke zu ersetzen, weitere Bäume am Rand des Bolzplatzes zu pflanzen und eventuell einen Barfußweg zu schaffen. Das solle Lärmschutz, mehr ökologische Qualität und weiteren Erholungswert bringen. Mitglieder der Bürgerinitiative begrüßten den Antrag ebenso wie die anderen Fraktionen im BA.

Die Bürgerinitiative betonte, dass damit endlich die eigentlich schon im April 2005 vom Stadtrat beschlossene Aufwertung der Fläche Realität werden würde. Genauso wie die SPD habe sich auch die Initiative bereits Gedenken gemacht - wenngleich auch teilweise widersprüchliche. So wünschen sich manche eine Hecke, andere aber schätzen gerade die gute Einsehbarkeit der Wiese als einen Pluspunkt, etwa für Eltern, die wissen wollen, was ihre Kinder machen.

Am besten, so alle Redner, wäre ein Planungsworkshop für die Anlieger unter Federführung des städtischen Baureferats. Genau diese Forderung wurde dann auch einstimmig beschlossen. Welzel verzichtete dafür auf seine konkreten Vorschläge, man wolle lieber warten, welche Ideen von den Bürgern kommen.