Wetter:Sehr warm und eher zu trocken

Der April fällt wieder einmal schöner aus, als zu erwarten war

"April macht, was er will": Diese meteorologische Binsenweisheit über die chronische Unzuverlässigkeit des Frühlingsmonats scheint allmählich der Vergangenheit anzugehören. Zum achtzehnten Mal in Folge hat sich der April im Vergleich zum langjährigen Mittel der Jahre 1961 bis 1990 im Alpenvorland als zu warm erwiesen, wie der aktuelle Wetterrückblick des Observatoriums Hohenpeißenberg ausweist. Demnach fiel die Durchschnittstemperatur des zurückliegenden Monats mit 7,6 Grad um 2,5 Grad höher aus, als statistisch zu erwarten war. Insbesondere die ersten drei Tage sowie der Zeitraum von 15. bis 25. lagen deutlich über dem langjährigen Mittel. Am 24. April wurde auf der fast 1000 Meter hoch gelegenen Station des Deutschen Wetterdienstes beinahe ein Sommertag registriert: Das dazu nötige Kriterium einer Höchsttemperatur von wenigstens 25 Grad wurde um 0,2 Grad unterschritten, es war der fünftwärmste Apriltag in den 238 Jahre umfassenden Annalen des Observatoriums. Der bislang wärmste April aber bleibt der des Vorjahres: 2018 lag die Durchschnittstemperatur von 12,2 Grad gar um 7,1 Grad über dem Mittel der Jahre 1961 bis 1990.

Der April 2019 verwöhnte mit 180 Sonnenstunden (115 Prozent des normalen Monatswerts), die Niederschlagssumme von 72 Litern pro Quadratmeter entsprach 77 Prozent des Monatsmittels.

© SZ vom 03.05.2019 / arm
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