"Stunde der Wintervögel" Piepmätze im eigenen Garten erforschen

Die Kohlmeise war bei der vergangenen Zählung die häufigste Art, gefolgt von Amsel und Blaumeise.

(Foto: Werner Borok/LBV)

Der Landesbund für Vogelschutz ruft zur Zählaktion auf und hofft auf Informationen, wie sich der Rekordsommer auf die Population ausgewirkt hat.

Bereits zum 14. Mal sind die zoologisch interessierten Bürger Bayerns aufgerufen, sich eine Stunde lang dem Anblick der Vögel zu widmen. Wer vom 4. bis 6. Januar in einer beliebigen Stunde an einem fixen Beobachtungsort Zahlen und Arten registriert und die Ergebnisse im Internet an www.stunde-der-wintervoegel.de meldet, trägt nicht nur zum Kenntnisstand über die Verbreitung der Tiere bei, sondern kann auch noch einen Preis gewinnen. Von der Homepage lassen sich auch Meldebögen und eine Zählhilfe mit Bildern herunterladen. Eine Teilnahme an der Aktion des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) ist auch ohne Voranmeldung möglich.

Heuer steht die Aktion unter dem Motto "Hinschauen bildet": Einer aktuellen Untersuchung zufolge kennen Schulkinder im Durchschnitt nur noch vier der zwölf häufigsten heimischen Vögel. "Ermuntern sie ihre Kinder, bei der Aktion mitzumachen. Sie fördern so spielerisch deren Allgemeinbildung", rät Jürgen Klenk vom Vorstand der LBV-Kreisgruppe Starnberg.

Im vergangenen Jahr wurden bei der Stunde der Wintervögel im Landkreis 12 266 Individuen gezählt, dabei erwies sich die Kohlmeise vor Amsel und Blaumeise als die häufigste Art. Zum zweiten Mal im Folge wurde eine neue Rekordbeteiligung verzeichnet: 618 Vogelfreunde waren im Landkreis auf der Pirsch. Heuer erwarten die Ornithologen von der Aktion Informationen, wie sich das sehr warme Jahr 2018 mit seinem überreichen Angebot an Obst und Früchten auf die Vogelpopulationen ausgewirkt hat.

Die Ergebnisse der Hobbyforscher können bis 15. Januar per Post, auf der genannten Homepage oder telefonisch am 5. und 6. Januar von 10 bis 18 Uhr gebührenfrei unter 0800 / 115 71 15 gemeldet werden.